Diary: Die Verteidigung des Manonmole

Der Michael aus meiner Runde war so nett ein Diary aus der Sicht seines Charakter zu erstellen.

 

Der Tag neigte sich dem Ende, als Liam wieder zusammen mit den Soldaten nach Old Boar Fort heimkehrte. Den linken Arm immer noch in einer Binde tragend, schwingt er sich stöhnend von seinem Pferd, als ein junger Mann hinzutritt und die Zügel des Pferdes übernimmt. „Magister, ich sehe, ihr habt euch tatsächlich dreckig gemacht! Willkommen zurück – wenn ich all die Soldaten sehe, ist es also tatsächlich mal gut gelaufen, oder nicht?“ Müde lacht Liam kurz, bevor er sich zu dem Mann wendet. „Danke, Derc. Ja, ich habe mich tatsächlich dreckig gemacht, doch geblutet haben heute andere. Es ist gut gelaufen. Aber es ist auch gut, dass es vorüber ist. Gebt das Pferd doch bitte zu den Knechten, die sollen sich drum kümmern.“ Der angesprochene winkt einen der Pferdeknechte heran und übergibt das Tier, bevor er sich wieder zu Liam umdreht. „Erzählt, Magister, wie ist es gelaufen? Und wer sind diese neuen Gesichter, die sich in Gesellschaft des Barons herumtreiben?“

 

Liam machte sich langsam auf den Weg in die die Festung, während sein Begleiter, Derc, zu ihm aufschloss. „Die Daradjaner? Die beiden begegneten uns nach der Schlacht um Morath, kurz nachdem Lord Redwall uns seinen Unterhändler schickte, der Bram die Herrschaft über seine Stadt zusicherte und mitteilte das seine Armee gegen Beer Fort und Boar Fort marschiert. Die beiden Daradjaner, Cormack und Steapa vom Clan Sturmfels, sind Freunde der Familie, in der Reynar wiedergeboren wurde. Sie versprachen der Familie, das Kind zu retten, und deshalb suchten sie Bram. Sie unterstützen uns, dafür wollen sie mit uns Reynar und seine Geliebte retten… ich meine…“ Liam stockte an dem Eingang zum Palast, sein Blick ging über die Mauern des Forts hinaus ins Leere. „Ihre … Wiedergeburten. Was von ihnen übrig ist.“ Ein kurzes Räuspern, dann fährt Liam fort. „Ohne Cormack und Steapa, und dem Geist des goldenen Ritters, Culwain, der sie begleitet, wäre Redwall Plan vermutlich geglückt. Es war der Geist des goldenen Ritters, der uns darauf hinwies, das Redwall den Weg über den gefrorenen Fluss nehmen würde, vermutlich um Normath anzugreifen, oder Baron Brams Stadt an der Küste.“

 

Derc öffnete die Tür in das Gebäude, und beide traten ein. „Und das war tatsächlich Redwalls Plan, sagtet ihr?“ fragte Liams Begleiter. „So ist es. Deshalb stauten wir den Fluss des Nachts mit einem Steinschlag, das machte den Weg für Redwalls Reiter unpassierbar. Die Armee flohen noch in derselben Nacht vor den Fluten, kopflos, ihren Tross ließen sie hier vor unseren Toren zurück. Wir entschlossen uns, nachzusetzen und die Armee aufzulösen. Die Stone Crows, leichte Reiter und Infanterie verfolgten sie, die Bewohner des Manon Mole wurden aktiv, versperrten Pässe, vernichteten Brücken, verschütteten Wege, alles, um die Angreifer aufzuschrecken und ihre Flucht zu erschweren. Da erreichte uns eine Nachricht von einem unserer Späher, die – glaube ich – sowohl Redwalls Söldner als auch uns unvorbereitet trafen.“ Liam tritt voran auf eine Wendeltreppe, die den Turm hinaufführt, und dreht sich dann zu seinem Begleiter umgedreht. „Ihr habt die Gesellschaft um die ältere Dame gesehen, die unter dem Wappen des Baron reist?“ Derc weist mit einer Hand durch einen Spalt weiter hinunter auf den Hof. „Ja, die kamen mit euch. Seine… Mutter?“ Leise lacht Liam. „Ja, seine Mutter. Sie wollte ihren Sohn mal besuchen, nachdem seine Verlobte doch verstorben ist. Der Krieg mit Redwall hat sie überrascht. Und auf einmal reist sie mitten durch den Fluchtweg von Redwall geschlagener und verzweifelter Armee. Wir sind mit einer Handvoll Leute hin, um sie zu warnen und zu schützen. Wir haben uns ein wenig weiter ins unwegsame Gelände zurückgezogen und dort Redwalls Häscher erwartet.“ Etwas verstört schaut Derc Liam hinterher. „Aber… wie wolltet ihr denn von dort vor den Reitern flüchten?“ „Flüchten? Wir wollten ihre Vorhut dorthin locken, und das hat funktioniert. Während Steapa, der große Daradjaner, die feindlichen Soldaten abwehrte, hat Baron Bram mit einigen unserer Soldaten den Anführer der Vorhut besiegt. In der Zeit hat Cormack, der kleinere von den beiden, ein Gelehrter, sehr begabt in der Strategie und anderen Dingen, unsere Truppen zum Angriff auf die Reiter geführt. Ein voller Erfolg.“

Die beiden Männer erreichen die Tür zu einer Kammer, die Derc für den Magister öffnet, was dieser mit einem leisen „Danke“ quittiert. „Aber Magister, für solche verbissenen Kämpfe sind aber viele der Reiter mit hier in die Feste gekommen – und das alles erstaunlich freundlich und friedlich. Wie kann das sein?“ Mit einem Grinsen dreht Liam sich zu seinem Gefährten um. „Wie das sein kann? Cormack hat viele Talente, und der Baron viel Geld. Cormack hat ihre Kapitulation ausgehandelt. Dabei hat er den Anführer und einen Großteil der Söldner, Regnars schwere Reiterei, auf unsere Seite gezogen. Die anderen haben Waffen und Ausrüstung zurückgelassen und kehren heim.“

 

„Also ein glücklicher Tag, oder, Magister?“ Liams Miene trübt sich etwas „Glücklich? Lord Reynar starb in der Schlacht, ein ehrenhafter und ehrlicher Mann, den ich gerne Freund genannt hätte. Seine Geliebte, seine Seelenverwandte, starb. Und Seelenverwandte, die füreinander bestimmt sind seit unzähligen Zeiten, wurden wieder auseinandergerissen. Wiedergeboren wurden sie von Redwall geraubt und verschleppt, ihre Eltern ermordet. Redwalls Armee, die er zum Kriegszug gegen Nagrilla gerüstet hatte, steht urplötzlich vor unserer Tür. Und ohne den Ratschlag des goldenen Ritters wären sie über unsere Verbündeten hergefallen und hätten uns wieder ausgetrickst. Wir leben noch, und haben Unterstützung einiger schwerer Reiter, die in Redwalls Diensten standen, sowie der beiden Daradjaner. Wir haben noch nichts gewonnen.“ Dercs Blick sinkt betroffen. Aufmunternd klopft Liam seinem Gefährten eine Hand auf die Schulter. „Aber ihr habt recht: Wir leben noch, haben Redwalls Pläne durchkreuzt und ein paar neue Freunde gefunden. Ein guter Tag. Und vielleicht lassen sich daraus noch mehr Vorteile ziehen – Wo ist Colin?“ „Colin? Nun, ähm, ich denke, er dürfte jetzt bei Anicca sein. Ihr wisst, die hübsche Dienstmagd, die sich immer um die Wäsche kümmert?“ Ein Lächeln huscht kurz über Liams Gesicht. „Wäsche, schon klar. Sagst du ihm morgen bitte, er soll mal sich mal ein wenig bei unseren neuen Waffenbrüdern rumtreiben? Ein wenig umhören, vielleicht neue Freunde finden, die hilfreich wären? Ich werde erstmal aus dieser Rüstung raus, dann ein Bad und einen Heiler wegen dem Arm aufsuchen. Morgen ist auch noch ein Tag“ Kurz verabschiedet Liam sich von Derc und schließt die Tür seiner Kammer und zieht mit schmerzverzerrtem Gesicht das Kettenhemd aus. Als das Kettenhemd endlich auf dem Boden aufschlägt, betrachtet der Magister es noch einen kurzen Moment. „Hoffentlich ist morgen auch ein guter Tag. Wir werden noch einige brauchen, bis Reynar und seine Seelenschwester wieder gerettet ist.“

Mal wieder ein Reign Artesia Hintergrund

Hier der Hintergrund von einem meiner Mitspieler. Er freut mich besonders, weil ich sehen kann, dass der Spieler sich mit dem Hintergrund der Known World bei Artesia beschäftigt hat.

Für Gäste der Weinstube in Truse war die Stunde schon recht weit fortgeschritten. Im Schankraum trat bemühte der Wirt sich bereits, die verbliebene Kundschaft möglichst sanft zum Aufbruch zu überreden, doch für Liam ist das an diesem Abend nebensächlich. Zum einen ist die Byrons Stube eine der Lieblingsschänken von Liam und Garin Ursmitt, seinem alten Studienfreund und überraschenden Gast an diesem Abend, zum anderen riss Garins Kunde Liams Gedanken aus dem hier und jetzt. Am abseits gelegenen Tisch, einen guten Wein mit einem guten Freund genießend, in einer gemütlichen Schänke, reflektierte der junge Magister über seine Vergangenheit und Zukunft.Seine Vergangenheit, nun, die war durchaus stürmisch. Und doch begann sein Leben so ruhig, vielversprechend, als jüngster von 4 Söhnen von Fearam und Aila Claidryd, treuen Rittern des Königs von Huelt und Herren eines kleinen Lehens nahe der Stadt Redwall. Diese ruhige und geborgene Atmosphäre schien jedoch bereits zu Liams Geburt in Aufregung zu geraten, denn am 19. Urigu, im Zeichen der Jungfrau, im Jahre seiner Geburt legte sich ein roter Schleier über den Mond, der auf seine Heimat schien, ein Zeichen dafür, das die Zukunft Blutvergießen für den jungen Liam bereithalten sollte. Und bei Yhera, der Mond sollte sein Versprechen halten.

Doch das Unheil ereilte die Familie zunächst von anderer Seite: Verleumdung und Intrigen des Lord von Redwall, der schon seit langem das Lehen der Claidryd dem seinen hinzufügen wollte, brachten Liams Eltern bereits zu seinen Kinderzeiten um ihre Herrschaft. Von Verrat und Hexerei soll die Rede gewesen sein, und über Nacht flohen die ehemaligen Herren aus ihrem Land, und nur das gute Verhältnis seiner Mutter zu deren Schwester, Tante Illia, die den Titel einer Ritterin am Hofe des Grafen von Blackstone, im Königreich Erid Dania führte. Als Blutverwandte Illias behielt Liams Mutter, Aila, ihren Titel als Ritterin, in Anerkennung ihrer dort immer noch geschätzten Familie, deren Wurzeln bis zu den Düreanern zurückgehen sollten. Liams Vater, Fearam, der dieser Blutlinie nur angeheiratet war – und auch nie sehr hoch in der Gunst Tante Illias stand – verlor seinen Rittertitel, wurde vom Grafen von Blackstone jedoch als Hauptmann seiner Leibgarde in Dienst gestellt.

Dort, im Exil in Erid Dania, wuchsen Liam und seine Brüder auf. Während seine ältesten Brüder einige Jahre älter als er waren, war der nur zwei Jahre ältere Colin häufig ein arger Rivale in der Kinderstube. Häufig kam es zum Streit zwischen den jüngsten Brüdern, bei denen der freundliche, lebenslustige und hübsche Liam immer auf den Beistand seiner älteren Brüder zählen konnte. Doch trotz dieser Unterstützung eskalierten die Zankereien das eine oder andere Mal. Als Liam im Alter von neun Jahren eines Tages arge Neckereien mit Colin austauschte, trat Liams Geburtsomen zum ersten Mal in Erscheinung: Von Colin böse verärgert, jagte Liam bei einem gemeinsamen Ausritt seinen Bruder buchstäblich durch den Wald, bis Colin die Kontrolle über sein Pferd verlor und stürzte. Der übereifrige Liam konnte nicht rechtzeitig ausweichen, und so trat Liams Pferd versehentlich auf den Arm seines Bruders und verkrüppelte ihn, eine Verwundung, die den Jungen für sein Leben zeichnete. Egal, was Liam auch immer tun würde, er wusste, das er seinen Bruder nie wieder würde geben können, was er ihm an diesem Tag nahm: Der verkrüppelte Junge, aufgewachsen in einer Familie von Kriegern und Rittern, konnte nicht mehr den Lebensweg seiner Familie folgen. Seine Zukunft als Ritter und Krieger, auf die jeder der Brüder hoffte, verlor er an diesem Tag, und aus dem stolzen und aktiven Kind wurde ein hilfsbedürftiges Opfer. Und Liam wusste auch, wie Colin unter diesem dummen Unfall litt. Und das egal, was Liam auch immer tun würde, dieser immer den dummen, übereifrigen und jähzornigen kleinen Bruder sehen würde, der aus Dummheit und Übermut sein Leben ruinierte.

Trost fand Liam trotz des Vorfalls bei Fidric und Fionne, seinen älteren Brüdern, die gute Freunde von ihm wurden. Während Fionne ihm immer seinen Eltern gegenüber den Rücken stärkte und für ihn eintrat, wurde Fidric zu mehr als einem echten Freund, der von Liams Leistungen und Talenten schon früh begeistert war. Von Liams Interesse an Bildung und Wissen beeindruckt, arrangierte Fidric einen Besuch von Magister Reiner Torgis vom Mottist College von Truse – der vom jungen Liam ebenso beeindruckt war und beschloss, ihn bereits in frühen Jahren zu fördern.

Magister Torgis war es auch, der Liam an das Mottist College von Truse brachte – eine Tatsache, die seine Familie, allen voran Fidric, mit Stolz erfüllte, Colin jedoch nur missmutig aufnahm. Für Liam jedoch war es eine glückliche Wendung in seinem Leben, und an der Universität strebte er nun danach, sein Wissen zu mehren, und den Titel eines Magisters der Geschichte zu erlangen. Doch das Studium bot ihm die Möglichkeit, sehr viel mehr zu lernen, als nur Geschichte. Als einer seiner Dozenten Liam einlud, eine Forschungsreise zu einer Ruine im Haras Wold aus der Zeit der der Wurmkönige, lernte er zum ersten Mal die Gefahren, Tücken und Fallen am eigenen Leibe kennen, mit denen Herrscher und Magier alter Tage ihre Schätze und Geheimnisse in ihren alten Gemäuern zu schützen pflegten. Mit der Zeit genoss der kräftige und geschickte Liam diese Art von Herausforderungen, doch sollte er im Zuge der Rivalitäten, die seit Jahrhunderten immer wieder verschiedene Universitäten miteinander verband, noch in weit interessantere Abenteuer verstrickt werden. Dank manch eine Forschungsreise gewann Liam einen guten Ruf, der eines Tages eine kleine Gruppe von Leuten seiner Universität zu ihm brachte. Diese erörterten mit ihm die Ungerechtigkeiten, mit denen Magister der Universität von Therapoli einige wichtige und seltene Schrifstücke aus dem Besitz des Mottist College von Truse sich aneigneten, und wie man diese wieder zurückerlangen konnte. Liam schloss sich der kleinen Gruppe an, die offensichtlich wiederholt Einbrüche und Diebstähle begingen, und verschaffte sich auf diese Art und Weise wichtige Schriften, die er als Grundlage seiner Magisterarbeit nutzte. Doch weit wichtiger waren seine Beteiligungen an den Einbrüchen und Raubzügen dieser kleinen Gruppe und seine eigenen Forschungsreisen, auf denen Liam seine Talente als Dieb weiter erweiterte, und die dadurch entstandenen Kontakte und Freundschaften mit anderen Magistern, seinen Kommilitonen und vielen von deren Bekanntschaften. So bildeten Liam ein Netzwerk von Vertrauten, Verschwörern und Gefälligkeiten, das er, langsam aber sicher, dazu nutzte, um seine eigenen Geschäfte zu unterstützen – eigene wissenschaftliche Forschungen und Reisen, die Unterstützung und Förderung seiner Vertrauten, aber auch die Belange seiner Familie. Und: das Schicksal ihrer Feinde, allen voran Lord Redwall, den derzeitigen Herrscher ihrer alten Heimat, der…

„Liam? Liam? Ach, bei Islik, bringen sie den Träumer da auch noch einen letzten, er zahlt die Zeche!“ Nur undeutlich drangen Garins Worte zu Liam durch, dann rissen sie ihn aber ruckartig zurück ins Hier und Jetzt. „Was?“ Byron, der ältere, kahlköpfige Wirt beugte sich verschmitzt grinsend zu Liams Tisch hinab und hob einen Finger. „Es ist soweit, mein Freund. Eine letzte Bestellung, dann schließen wir für heute Abend.“ Ein kehliges Lachen ertönte von Liams Freund, Garin, von der anderen Seite des Tisches. „Nun bring doch schon noch einen letzten von diesem Roten da, Byron, der gute Liam merkt das doch eh nicht.“ Liam winkte ab und schob einige Taler zum Wirt hinüber. „Hör auf den Mann da, Byron, der weiß, was er sagt! Bring uns noch einen letzten!“ Der Wirt viel in das Kichern mit ein, nickte, strich die Münzen ein und kehrte zum Tresen zurück, ließ die beiden Freunde alleine zurück.

Kopfschüttelnd verstummte langsam Garin, als der Wirt außer Hörweite war. „Das dich diese Neuigkeit so mitnimmt hatte ich nun wirklich nicht erwartet.“ Unschlüssig neigte Liam den Kopf. „Was erwartest du von mir, alter Freund, du kennst sehr wohl die Geschichte meiner Familie. Glaubst du, ich würde vergessen, was Redwall uns antat, bloß weil ich jetzt in Truse meinen Weg gemacht habe?“ Die Gesichtszüge des Gegenübers wurden schlagartig ernst. „Natürlich nicht. Entschuldige.“ Kurzes Schweigen kehrte an den Tisch ein, und wieder glitt Liams Blick ins Leere. „Bram Dalliwell ist Lord Boar Fort, auf Geheiß des Königs von Huelt, entsandt mit einigen anderen Adligen, um das banditenverseuchte Manon Mole zu befrieden. Und Lord Galrode von Redwall hat sich mit ihnen überworfen, weil sie eine Allianz mit Nomath, der einzigen freien Stadt der Region geschlossen haben, die nicht dem Einfluss Redwalls oder Angowries unterstehen?“ flüstert Liam leicht abwesend. Garin nickte. „So ist es. Einige junge Huelter Adlige stehen an Bram Dalliwells Seite, genauso wie Baron Galbroke von Berrina und der freien Stadt Nomath. Es ist schon zu ersten bewaffneten Konflikten gekommen, die der Baron diplomatisch klären konnte.“ Liam nickte leise. „Und das ist erst der Anfang des Geschehnisse. Der Winter steht vor der Tür, und weder im Manon Mole noch an der Küste werden große Feldzüge stattfinden. Im Frühjahr jedoch…“ Unsicher schob Liams Gegenüber sein leeres Glas an den Tischrand und nahm den Faden auf. „Spätestens im Frühjahr wird Redwall zuschlagen müssen, um seine Machtbasis zu verteidigen oder gar auszuweiten. Die Verbündeten des jungen Dalliwell sind Redwall schon lange ein Dorn im Auge, solch gute Gelegenheiten, gegen sie vorzugehen, sind selten…“

Liams Gast verstummte, als der Wirt wortlos zwei neue Weingläser zum Tisch brachte und wieder verschwand. Liam hebt sein Glas und schwenkt es prüfend. „Zum Wohle, Liam“ prostet Garin ihm zu. Liam erwidert prompt, doch in Gedanken war er immer noch beim vorigen Thema. Eine gute Gelegenheit – galt das auch für Liam selbst? Was Galrode von Redwall seinen Eltern angetan hat, sein Betrug, den kann und wird Liam nicht vergessen. Und solch Gelegenheiten, Redwalls Feinden gegen ihn beizustehen, sind ebenfalls rar gesät, das ist richtig. Und wenn die Karten schon neu gemischt werden, ist das die beste Möglichkeit, seiner Familie das wiederzugeben, was Redwall ihnen nahm – ein Lehen und eine feste Heimat, am besten in Huelt, wo sie herstammen.

Nachdenklich mustert Liam seinen Wein, und stürzt ihn dann mit grimmiger Miene in einem Zug hinunter. Seiner Familie zu helfen, in den Tagen, die heraufziehen, das ist ihm klar, wird mehr von ihm verlangen als in einen Lehrstuhl zu schleichen und ein paar Artefakte einzustecken. Es wird die Prüfung seines Lebens.

Mühsam stand er auf. „Komm, Garin, lass uns zahlen und gehen. Es ist Zeit.“ Auf dem Weg zur Tür fällt Liams Blick durch das Fenster auf den Mond, der heute nach so fern und unbeteiligt wirkt. Kein blutroter Schleier verdeckt ihn mehr, wie zu Liams Geburt. Ein Schleier, der Blutvergießen in der Zukunft für Liam bereithält. Scheint so, als ob der Mond sein Versprechen mehr als nur halten wird…

Spielercharakter tötet Spielercharakter

Eigentlich lustig, dass ich die Sache hier kurz nach dem Text mit Bubs da ist er Tod schreibe, aber das Leben ist halt manchmal echt humorvoll.
Nach langen Debatten und dem zähen Ringen hatte mir ein Problemspieler aus einer vergangenen im Vollrausch die Zusage abgerungen, dass ich ihn wieder in der Runde mitspielen lassen würde. Er wollte als Zeichen seines Einsatzes auch die Kampfpfade übersetzen. Also mal flugs einen Charakter erstellt und ihn am Donnerstag mit zum Spielen genommen. Einzig das „Ambitioniert“ Binding auf 3 machte mir ein paar Sorgen, wo der Spieler doch oft so unflexibel aus der Sicht seines Charakters handelt. Die Runde begann mit dem gemeinsamen Essen und den dabei gewürfelten Company Rolls für Reign und der neue Spieler brachte sich klug ein. Er hatte von mir das Lob auf Michael und seinen klugen Einsatz der Company zum Spionieren gehört und wollte es ihm nachmachen.
Bei einem der Spieler ging es zur Sache, seine Company wurde von einem NSC schwer angegangen und verlor 3 Punkte Souverreignty. Da der Spieler keinerlei Punkte in Ansprachen gelegt hatte, welche die Stimmung unter seinen Gefolgsleuten hätten verbessern können, schlug der neue Spieler eine Hochzeit zwischen ihm und der einzigen Tochter des Charakters vor. Er würde das Fest ausrichten und damit die Company retten.
Diese Vorhaben nickte ich ab und stellte 2 Punkte Souverreignty Bonus für 3 Monate in Aussicht, genügend Zeit für den Spieler anderweitig aktiv zu werden und den Wert zu Pushen.
Das Fest wurde ausgerichtet und ich fuhr eine volle Ladung SLC auf um die Spieler zu manipulieren.  Besonders der Baron von Ald Amas aus Umat machte dem Charakter große Versprechungen. Macht und Reichtum in seinem Gefolge, die er durch eine Erhöhung des Treasurewertes versprach.
Das war als Köder gedacht um den Spieler zu seinem Schwiegervater in Spe zu bringen und eine gemeinsame Kampagne gegen den Baron von Ald Amas zu starten.
Fehlanzeige!
Der Spieler verkündete darauf stolz, dass er nach der Hochzeit seinen Schwiegervater vergiften lassen würde und auch mein Kommentar, dass es sich hier um einen Mitspieler handelt, konnte ihn nicht von seinem Plan zur Macht abbringen.  Ich versuchte als SL nach einmal auf den Spieler einzuwirken und wies darauf hin, dass auch er in Zukunft Opfer von Giftanschlägen werden könne, wenn er so handle, aber der Spieler herrschte mich an, dass er wisse wie ich leite und dieses Risiko eingehen würde.

Der Mensch ist ein echt guter Kumpel, aber in dem Moment hätte ich ihm echt den Schädel spalten können.

Nun ja, die Hochzeit ging durch und der Spieler machte sich ans Werk. Er versuchte mittels Faszinate einen anderen Charakter  zu überreden und reagierte etwas entsetzt, als dieser nicht einmal würfelte um ihn zu widerstehen.
Das Würfeln als zentralen Bestandteil meines Leitens einfordernd blickte er mich an und erwartete ein Einschreiten, doch ich nickte nur und erklärte ihm, dass das schon so in Ordnung gehen würde, denn der Charakter hätte einen Vorteil (Iron Mind), der ihn immun gegenüber Einflüsterungen machen würde.
Der Spieler lehnte also kalt lächelnd das Angebot des Charakters ab,  rief seine Wachen und sperrte zusammen mit denen als Hilfe einen nackten und verschnürten Charakter in eine Zelle mit einem Schloss, dass er magisch sichern ließ.
Der Charakter in der Zelle hatte nur noch eine Chance, seinen Gönner. Um ihn im Spiel zu halten habe ich dem Spieler den Company Roll auf Spionage machen lassen, der auch glückte. Sein Gönner wusste also was vorgefallen war.
Jetzt wurde es schwierig, der Gönner wusste also um die Gefangennahme des potentiellen verbündeten und machte sich auf den Weg um den Charakter loszueisen. In der Folge gab es gutes Charakterspiel und harte Verhandlungen, bei denen der Gönner patzte.
Also eskalierte dieser die Sache so, dass der König ein Urteil fällen sollte (der war ja eh zur Hochzeit anwesend) Der König hörte sich beide Seiten an und entschied, dass die Sache in einem Gottesurteil geklärt werden solle.
Es kam also zu dem Kampf auf Leben und Tod, die Seite meiner Stammspieler rüstete dafür mächtig auf.  Über Runden und ein Inscription Ritual würde die Rüstung des Kämpfers mit Runen aufgebretzelt. Zusätzlich nahm der Spieler sich die Mission, den anderen Charakter zu töten und er Rief Islik an, ihn zum Sieg zu führen.
Der neue Spieler sah sich das Ganze mit Entsetzen an und bettelte um Hilfe von seinem Gönner, dieser möge ihn magisch unterstützen. Doch der Gönner hatte das Urteil des Königs vernommen und sich entschieden, den unliebsamen Mitwisser nicht zu unterstützen.
Sagen wir mal so, der Kampf war recht kurz und als der Charakter des Spielers bewusstlos  war hielt sein Gegner noch eine Rede und schlug ihm dann den Kopf ab, den er auf eine Lanze spießte und vor das Tor hängte.
Ich fragte den Spieler des toten Charakter jetzt, wann wir in der nächsten Woche denn seinen neuen Charakter machen wollten, doch der meinte ich würde ihn ja eh immer ins Messer laufen lassen und stürmte aus der Bude.
Meine abschließende Frage bleibt natürlich, ob ich wirklich so gemein war oder der Charakter einfach nur seine eigenen Methoden zu spüren bekommen hat.

Ist mir auch egal, der kommt so schnell nicht wieder.

In der Nachbesprechung der Runde kam es zu einer recht lebhaften Diskussion, wie wir denn nun mit PvP umgehen wollten und ich sagte, dass es mir grundsätzlich egal wäre aber ich am Anfang der Kampagne eine harmonische Gruppe bevorzugen würde, die sich mit wachsender Macht voneinander entfremdet, wenn es denn unbedingt sein soll.
Die Gruppe hat sich deshalb untereinander fleißig Treueschwüre abgenommen um ihren Willen zur Zusammenarbeit zu zeigen.

Pfiffige Lösung 🙂

Was für eine Funktion hat die Geschichte für das Rollenspiel?

Dieser Gedanke schiebt sich immer wieder mal prominent in meine Gedanken, wenn es um das Thema Rollenspiel geht und deshalb versuche ich meine Gedanken mal etwas in Form zu bringen.
MSch hat es einmal für eine meiner Runden sehr schön auf den Punkt gebracht:

„Der Erzählonkel-Teil ist in unserer momentanen Runde dazu da den Entscheidungen und Proben, Kämpfen und dem Rumgewürfele ein Kontext und vor allem Relevanz zu geben.“

Ich liebe dieses Zitat, denn es bringt eigentlich meine komplette Weltanschauung zur Geltung.

Warum?

Ich bin ja bekanntermaßen nicht nur ein echtes Großmaul, sondern auch ein echter Egoist, also sehe ich beim Leiten von Rollenspielen zu, dass ich meinen Spaß habe. Diesen Spaß ziehe ich beim Leiten aus 5 Faktoren:

  1. Spaß am Spiel meiner SLC
  2. Spaß am Würfeln meiner SLC
  3. Spaß am Entwerfen von Strategien
  4. Spaß zu sehen wie meine Spieler auf die verschiedenen Situationen reagieren
  5. Spaß dabei zu sehen, wie aus einer Ausgangssituation und ein paar SLC eine Geschichte wird.

Natürlich spielt auch das soziale Umfeld eine große Rolle. Zumindest eine viel größere als ich mir lange Zeit selber eingestehen wollte. Aber das möchte ich an dieser Stelle einmal bewusst ausklammern.
Bei den Sachen die mir Spaß machen benötigt es natürlich ein Mittel um diese Vorlieben im Spiel umsetzen zu können und dieses Mittel ist die Geschichte.

Geschichte? Ab er Jörg sagt doch sonst immer das jemand der Geschichten erzählen will ein Buch schreiben soll!!

Richtig! Denn die Geschichte die ich meine ist eine Interaktive und keine die von mir erzählt wird. Sie wird von mir im Groben vorgegeben und entwickelt sich dann entsprechende der Entscheidungen oder Planungen der Spieler und dem Glück oder Pech beim Umsetzen der Pläne und Entscheidungen.
Ich schaffe also die Voraussetzungen, dass meine Spieler ihre Charaktere spielen können und man viel Würfeln kann. Das Drama in der Geschichte füge ich ein, weil ich Drama mag und es mir die Möglichkeit zum intensiveren Spiel gibt. Außerdem ist Drama ein guter Motivator für Kämpfe, denn es geht auf einmal nicht nur um Sieg oder Niederlage, es kommen noch persönliche Motivationen dazu.
Das Drama und die Grundhandlung sorgen also dafür, dass die Würfe die im Spiel gemacht werden eine Relevanz haben und in einem Kontext stehen. Die Spieler und ihre Charaktere agieren nicht in einem luftleeren Raum und machen etwas, weil es das Konzept des Charakters so will oder es gut für die Gruppe ist. Sie haben eine persönliche Motivation bestimmte Sachen zu Regeln oder besser gesagt sie sind verflucht motiviert ihre Anliegen zu klären. Das kommt vielleicht in meinen Diarys nie so rüber, weil da halt nur erzählt wird, was passiert ist und nicht wie viel gewürfelt wurde.
Aber halte es da ein wenig mit Oscar Wilde, der mal sagte: Wo keine Übertreibung ist, da ist auch keine Liebe und wo keine Liebe ist, da ist auch kein Vertrauen.

Gutes Rollenspiel braucht Übertreibungen, weil es Liebe und Vertrauen braucht. Ich habe genügend Beispiele von Runden die hervorragende Diarys abgegeben haben und bei denen ich am Anfang des Tages nie wusste was am Ende für eine Geschichte entstanden ist. Die Geschichte wurde aber immer interaktiv gebaut und basierte in der Regel zu einem Drittel auf meiner Grundsituation, zu einem Drittel aus den Entscheidungen der Spieler und zum letzten Drittel aus den Entscheidungen durch Würfel-Würfe.

Das nächste mal, wwurde einfach auf die Geschichte vom letzten Mal aufgebaut und schon waren alle Spieler im Boot.

Fazit:
Ich weiß nicht ob ich so wirklich klar machen konnte wie ich denke,  aber vielleicht helfen mir Eure Gedanken und Kommentare ja mal, mein Bild zu schärfen. Auf jeden Fall denke ich das die Geschichte aus der letzten Runde immer ein guter Motivator ist in der neuen Runde zu agieren und dadurch wieder Geschichte zu schreiben.

Die Geschichte und er Erzählonkel Teil sind also als Motivator fürs Weiterspielen zu verstehen und nicht als Selbstzweck.

Die Eroberung des Mannon Mole Teil 3

Da meine Spieler am letzten Freitag keine Lust oder Zeit hatten, ich aber den fürs Spielen vorgesehenen Termin nutzen wollte habe ich mit 3 Freunden ein wenig Wind ins Mannon Mole gebracht. Die 3 Truser Bürger reicher Abstammung Lowe Myrradyn, Mowbray Gower und Gryna Callaway machten sich auf den Weg ins Mannon Mole um zu sehen, was dort los war, denn ihre Eltern wollten einen lukrativen Handelsvertrag abschließen um sich darauf hin einen Adelstitel kaufen zu können. Alle Spieler investierten massiv in Anhänger und so machte sich die Expedition mit nicht weniger als 2000 Mann (2 Truppen a Henchmen 3) auf den Weg um für den benötigten sicheren Zugang zu sorgen.

Schon am Anfang des Spieles drückte ich aufs Gas, denn bei einem One-Shot soll man ja nicht bescheiden sein. Die jungen Herren machten sich auf den Weg und vollendeten mit ihren Truppen die angefangene Sicherung des Weges. Dann wurden sie von Cloe von Normath besucht und diese langte mal ordentlich zu. Leider bei dem Spieler der sich das Berserker Gift ausgesucht hatte und als Binding Hate Women auf 2 hatte. (2 ziemlich böse Geschichten mit Frauen in seinem Hintergrund)

Also fing ein äußerst kurzer und heftiger Kampf an, an dessen Ende Cloe von Nomath tot war. Nach einer Rücksprache mit den Eltern (Traumreisen sind was feines) entschieden dich die 3 Männer den Leichnam von Cloe zu ihrer Mutter zu bringen um zu retten, was noch zu retten ist. Sie vetrauten dabei auf die legendäre Güte der Mutter von Cloe, Lady Gaebrilla of Normath:

Diese machte aber den Männern das Leben nicht eben einfach und sie mussten sich den Weg aus der Stadt Normath freikämpfen, was dank eines vorher ausgearbeiteten Planes auch gut gelang.

Dann wurden die 3 Männer vom feinsten überrollt. Lady Gaebrilla hatte den Eltern der 2 Freunde reiche Belohnung in Aussicht gestellt, wenn diese ihre Kinder nicht unterstützen würden und die Eltern hatten zugesagt. Jetzt saßen die jungen Herren also mit einer größeren Armee in den Bergen fest und überlegten, wie sie sich unabhängig von ihren Eltern ein Auskommen verschaffen konnten. Sie schnappten sich also ihre Truppen und machten sich nach einer Weissagung auf den Weg die verlassene Stadt Neris Gate zu machen, wo im goldenen Zeitalter ein großer Brage Tempel gewesen sein sollte.

Sie schlugen sich ohne große Probleme mit 2 Stämmen und einigen Räuberbanden in der Gegen rum, die sie ganz brachial ausmerzten um dann in den Ruinen der Stadt mit Sektieren des Grey Dream Kultes zu tun zu bekommen, die der festen Meinung waren, das der „Träumende“ in dieser Stadt verborgen sein. Nach der Entdeckung einer Eisenmine entschlossen sich die Freunde die Stadt neu zu beleben und sich mit dem König Eric von Banas More zu verbünden um so Zugang zum König Euwen Derc Jaraslas zu bekommen und etwas mehr Sicherheit zu erhalten.

Damit endete die Sitzung und ich war hoch zufrieden.

Fazit: Ein Major NSC platt, aber dafür ordentlich Bewegung in der Gegend. Die Gruppe stellt mit 2000 Mann einen echten Machtfaktor in der Gegend dar und hat dank Mine und verbündeten König erst mal Ruhe im Gebiet. Ein Angriff auf old Beer Fort war zwar gelant, wurde aber wegen der Verbindung zum Königreich Huelt verworfen.

 

Die Eroberung des Mannon Mole Teil 2

Dies ist das Diary zur zweiten Runde der Gruppe, die in Hamburg stattfand und durch einen der NSC aus dem Baroniespiel gewürzt wurde. Der Spieler (JollyOrc) hatte sich bereit erklärt mir beim etablieren eines Plots zu helfen und sich ins Spiel einzubringen um meinen Ideen zum Spiel neuen Auftrieb zu verleihen.

Die Runde fand in Hamburg beim Karsten statt und ich muss sagen, dass der menschliche Faktor bis auf eine Störaktion während eines Spotlights von Ludovico und einer SEHR harschen Reaktion von mir darauf echt traumhaft war. Alle Spieler sind sich hoch sympathisch und so hoffe ich auf eine lange und ergebnisreiche Kampagne.

Zum Geschehen:

Nach einem kurzen Vorgeplänkel schmiss ich Gunnar mit seinem neuen Charakter Dyrek of Berrinia direkt ins Feuer und ließ ihn mit dem Baron Galbroke von Berrina interagieren. Der Baron ließ sein Protegee auch gleich mal ein paar Informationen einholen und einen Trupp für die Reise ins Mannon Mole bestellen. Dyrek agierte klug und nahm einen Trupp gut ausgestatteter leichter Reiterei, welche die Strecke mit den beiden Protagonisten schnell schaffen sollte.

Während dessen trat der gute Jens mit seinem Charakter Reynar of Falliwell in Erscheinung und machte damit aus einem NSC der letzten Runde einen Protagonisten. Er unterhielt sich mit seinen beiden Vorgesetzten und sie planten einiges für die Zukunft der Burg. Conrad Nagria erklärte sich bereit nach Redwall zu reisen und ein paar Leute aus der Stadt zu rekrutieren, die dieser aufstrebenden Gemeinde mehr Ackerfläche, Bier und bessere Häuser bescheren sollten. Außerdem sollte er einen Islik Priester überreden etwas Geld für die Suche nach dem Tempel springen zu lassen.

Olli ließ seinen Charakter losmaschieren, obwohl er wusste, dass 2 neue Charaktere auf dem Weg zur Gruppe waren und er dadurch weniger Spotlight haben würde. Das hat mir sehr imponiert.

Auf dem Weg nach Bluewall traf er auf den Baron und Dyrek. Der Baron ließ seinen Protègè von der Leine und den ersten Kontakt mit einem der neuen Machthaber hier in der Gegend machen. Conrad stellte sich dabei nicht gerade diplomatisch an und der Baron fand ein paar belustigende Worte für sein Protegee, die in einer Runde mit Fanmail nach Belohnung geschrienen hätten.

Conrad lies eine Brieftaube nach Hause fliegen um die hohen Gäste anzukündigen und machte sich weiter auf den Weg nach Redwall. Während Bran sich eine Weissagung bezüglich des Tempes von Islik machen ließ und ein paar kryptische Worte bekam, die später noch an Bedeutung gewinnen sollten.anschließend machte er es besser als Conrad und kam seinen erlesenen Gast entgegen. Natürlich auch um ihn bei bösen Absichten nicht in die Mauern der Heimat lassen zu müssen. Als erstes schickte er seinen Champion Reynar los, der sein smpathisches Äußeres mit einer Charaismatik Mask verstärkte und auf die nahenden Truppen einen unglaublichen Eindruck machte.

Bran tischte recht fein auf und verhielt sich nach allen Regel der Etikette hervorragend. Nach einem kurzen Palaver nahm Bran seine Gäste mit auf den Weg in die Heimat und richtete dort ein kleines Festbanket aus, nicht ohne von dem Baron einen gestopften Schwan, den dieser herbeiempowert hatte zu essen. Reynar versuchte während dessen eine der Reiterinnen aus dem Gefolge des Barons klar zu machen und versagte trotz seiner Charismatic Mask. Er fing sich ein Lust Binding ein, und begehrt diese Frau jetzt aufs äußerste.

Ich schnitt zu Conrad, der in Redwall Leute anheuerte und dabei einigen Erfolg hatte. Schließlich ließ ich einen Anhänger des Gottes AMAYMON, den er gleich zu rekrutieren versuchte, dabei aber patzte. Doch zumindest der Kontakt und die Möglichkeit zu Aufträgen gegen Bezahlung sind da.

Während dieser Szene gab es die von mir am Anfang erwähnten Störungen auf die ich so extrem reagiert habe. Danach wurde die OT Unterhaltung in die Küche verschoben. Nicht unbedingt etwas, was ich gut finde, weil die Spieler dabei den Plot nicht folgen können, aber es war ruhig. In der Küche wurde dann auch noch ein Witz gerissen, wann mein erster weiblicher Schlampen/Arschtreter SLC kommen würde und die Spieler sollten nicht lange warten müssen.

Nach dem nächsten Schnitt kam also Chloe of Nomath ins Spiel:

Chloe bollerte voller Kraft gegen das Tor der Befestigung und ihre mit Runen verzierte Rüstung glänzte im Abendlicht. Der Baron von Berrina kannte Chloe und ihr Temperament und es kam zu einer sehr spontanen und leidenschaftlichen Begrüßung. Chloe war im Old Beer Fort um Verhandlungen zu starten. Ihre Stadt war inmitten der Watchtower die wirtschaftlich potenteste, aber der Handel litt unter den Steuern der diversen Könige zur linken, die König Euwen Derc Jaraslas anhingen oder den Königen zur Linken, die dem Lord Galrode von Redwall verbunden sind und für ihn erbarmungslos Zölle einfordern um seine wirtschaftliche Macht zu festigen.

Baron Berrinia warnte die Gruppe vor Chloes überschäumenden Temperament und sie ließen sich auf Verhandlungen ein, die damit endeten, dass Nomath 300 gut ausgerüstete Wachen mit Kettenhemd und Schild zur Verfügung stellte und einen Weg durch das Moor bauen wollte um die Zollschranken und eventuelle Seeblockaden zu umgehen.Dafür würden die Herrscher des Old Beer Fort von der Stadt keinen Zoll nehmen und ihr im Falle eines Angriffs beistehen.

Es gab einen Schnitt und ich sprang zu Conrad, der vom Gwynnefryd dem Champion des Lord of Redwall am Tor der Stadt drangsaliert wurde. Conrad schaffte es trotz einer fetten Platzwunde (blindet) über dem Auge den Champion zur Seite zu reiten und mit seiner Truppe und den Handwerkern zu fliehen.

Wieder zurück bei den Verhandlungen ging es hoch her, denn Bran versuchte dem Baron ein paar Truppe aus dem Kreuz zu leiern und Chloe übte auch Druck auf den Baron aus um ihn zum Abstellen von Truppen zu verpflichten, aber der Baron blieb standhaft und Chloe machte Dyrk zum Anführer ihrer Truppen um den Baron enger an sich zu binden.

Das war von mir gezielt so eingerichtet worden, denn Gunnar sollte mit Dyrk ein Machtfaktor in der Gegend werden, den anderen Charakteren auf Augenhöhe begegnen. Mit Reynar hingegen habe ich noch keine aktuellen Pläne, der soll laut seinem Spieler Jens erst einmal der loyale Gefolgsmann bleiben.

Der Baron bekam von mir nach den Verhandlungen ein Problem aufgehalst, der Lord von Redwall mochte ihn nicht mehr, jetzt wo er die Leute in seinem Hinterhof unterstützte und der Stadt Normath einen zollfreien Weg ins Königreich HUELT sicherte. Das brachte mich auf die Idee, an dem Abend noch etwas zu eskalieren, wenn die Umstände stimmten.

Chloe wurde noch von Reynar bearbeitet, doch dank eines persönlichen Giftes war sie immun gegen seine Schmeicheleien und reiste wieder ab. In der glitzernden Morgensonne fiel Reynar auf, das ein Fenster in der glitzernden Morgensonne so etwas wie eine Karte auf einen Tisch warf. Reynar, Sohn eines Kartographen wurde neugierig und putzte das Fenster um die Karte besser sehen zu können. Doch es dauerte einige Tage, bis er die Karte fertig stellen konnte und Dyrk schlich sich eines Morgens neben ihm um das Werk zu bewundern. Aber Dyrk ging nicht zum Baron um ihn die neue Info kund zu tun. Er sicherte seinen Posten und das Vertrauen in ihn, indem er ruhig blieb und das Geheimnis wahrte.

Derweil machte sich der Baron zu Berinnia auf den Heimweg und entdeckte eine Falle. Doch der Anführer der Reiter machte einen folgenschweren Fehler und ließ die Falle stürmen. Er hatte wohl am Abend vorher zu tief ins Glas geschaut. Eine Lawine begrub einen Teil der Truppen und schloss den Pfad in diese Richtung ab. Der Baron blieb bei seinen Männern und das obwohl er dachte, dass ihn das in Gefahr bringen könnte. (Der Spieler wusste es auf jeden Fall)

Nachdem alle lebendigen Gefolgsleute geborgen worden waren und die Toten verbrannt wurden, wollte sich die Truppe auf den Weg in die Heimat machen und wurde eingekesselt. Hinter sich die Mauer aus Steinen, vor sich die Pikiniere des Lord of Redwall versuchte der Baron zu fliehen, konnte aber aufgrund seines fortgeschrittenen Alters nicht gut genug reiten um es zu schaffen. Er erdacht sich eine Taktik und setzte einen Esoteric Path ein um die Truppen zu pushen, aber die Macht des Schicksals (oder besser gesagt meine Würfel) waren gegen ihn und das obwohl ich mich verschätzte und den Champion die falsche Incantation sprechen ließ, welche ihm Bonus im Wettbewerb lieferte aber nicht die Truppen vor Angst schützte.

Egal, der gute Baron hatte beim Wurf kein Glück und ich schon. Seine Truppen wurden überwältigend geschlagen und ein Großteil überlebte nur, weil der gute Baron sich opferte und in de Gefangenschaft begab. Dem Baron wurde eine seltsame Kette umgehängt, welche ihn am weglaufen hindern sollte und er ritt mit Gwynnefryd nach Redwall.

An dieser Stelle verließen uns Gunnar (Dyrk) und der JollyOrc (Baron Darriwell), weil es schon recht spät war.

Karsten plante viel und schließlich ließ er Bran seine Freunde Reynar und Conrad in Sturmkrähen verwandeln, was ein super Einfall war, denn die 17 Krieger der Sturmkrähen, die auch zu diesem Trick in der Lage waren schlossen sich voller Begeisterung an um den Baron und Gwynnefryd vor der Stadt abzufangen. Reynard versteckte sich gut und enthauptete Gwynnefryd mit einem Hieb von hinten um den Baron frei zu bekommen. Doch das Halsband erwies sich als sehr gefährlich und tötete die beiden jungen Helden fast. Auch eine Hexe die das Halsband entfernen sollte schaffte es mit ihren 9 Würfeln nicht und starb bei dem Versuch.

Also flohen die Freunde voller Zorn vor den anrückenden Truppen des Lord von Redwall und ritten nach Hause. (Nicht ohne vorher den Leichnam geplündert zu haben)

Es gab noch ein paar Planungen und Ansätze, bevor ich die Runde beendete, weil ich am nächsten Tag arbeiten sollte (4 Stunden Schlaf sollten es dann schon sein)

Das Baroniespiel

Das Baroniespiel brachte Heute folgendes Ergebnis. Der Baron von Berinnia schaffte es aufgrund Würfelglück und guter Planung den Lord von Redwall mit sich zu versöhnen. Er wird einen Monat beim Lord als Freund und Gast bleiben, aber der Gruppe langsam und sicher den Geldhahn abdrehen um den Lord nicht noch weiter zu beeinflussen.

Die beiden anderen Lords werden hoffentlich in der Woche aktiv und sagen, wie sie agieren wollen.

Artesia Reign Crossover das Baroniespiel nimmt an Fahrt auf.

Freitag ist es so weit, die Kampagne geht in ihre zweite Runde. Dieses Mal habe ich als Gastspieler den Jolly Orc gewinnen können, der mit dem Baron Galbroke von Berrina für Leben in der Geschichte sorgen wird.

Der Jolly Orc ist einer der Spieler, die mit mir netter Weise so eine Art Baronie Spiel betreiben werden um die Machtfraktionen der Known World lebendiger darzustellen. Sein zeitiges Eingreifen ermöglicht es mir, die Handlung nach dem Tutorial zu eskalieren und den von ihm dargestellten Baron aktiver in meiner Welt zu etablieren. Das bietet mir einen einen NSC mit Zielen jenseits meiner manipulativen Handhabung des Spieles und sorgt hoffentlich für mehr Überraschungen.

Ich bin gespannt, wie es sich macht, wenn ein Major-NSC mal von einem aktiven Spieler in Szene gesetzt wird und ein wenig das Haus rockt.

Diary of Seasons: Die Eroberung des Mannon Mole

Vorwort:

Vor dem Beginn des Spieles sagten leider gleich 2 Spieler ab, so dass ich mit nur 2 Spielern in die neue Kampagne starten musste, aber ich sah das Ganze positiv, denn so konnte ich zusammen mit der Gruppe Erfahrungen in der Anwendung des Fluid Combat sammeln, der in dieser Kampagne statt des original Reign Systemes benutzt werden wird.

 

Und es hat sich gelohnt!

 

Mit den beiden Spielern als Startgruppe versuchte ich erst einmal ihre Charaktere und deren Familie nach den original Artesia Regeln zu erwürfeln. Der soziale Stand, das Sternzeichen und die Ticks, welche aus den Omen bei der Geburt entstehen machten es den Spielern leicht sich ihre Charaktere vorzustellen (glaube ich).

 

Olli hatte 2 Schwestern, die ihm beide skeptisch gegenüberstanden und eine Mutterm die ihn hasst. Der Vater ist ein Freund und die Mutter ein Rivale. Zusammen mit dem Hintergrund, dass seine Eltern Spione waren ergab das mit etwas Kreativität ein buntes Gemisch, welches ich später in der Kampagne schön in Szene setzen kann. Die Why o Why Tabelle rockt.

 

Karsten hat 6 Schwestern, alles Freunde oder gar Agenten, was den Hintergrund etwas langweilig macht, aber als einziger Sohn und damit Thronerbe ist ihm eine große Zukunft bestimmt. Dafür hat er bei den schlechten Omen zur Geburt richtig abgeräumt und gleich 4 davon ergattert, was für Farbe sorgen wird.

 

Beide Spieler haben versprochen, ihre Hintergründe hier in Kürze online zu stellen! [Anmerkung von Karsten: Das hab ich auch gemacht.]

 

Zum System selber: Ich spiele dieses mal hart an den Regeln und verzichte auf Gummipunkte oder ähnlichen Kram, damit das Spiel tödlicher wird und die Spieler es wirklich zu würdigen wissen, wenn mal ein Wurf neu gewürfelt wird. Schließlich kostet ein Re-Roll 1 EP! Gebaut wurden die Charaktere mit nur 80 EP, was reichlich Raum für Entwicklungen lässt.

 

Nach dem Vorgeplänkel und dem Vorstellen der Hintergründe gingen wir zur Tagesordnung über und die beiden Spieler verknüpften ihre Charaktere. Es war eine ware Freude ihnen dabei zu zu sehen, wie die Beiden mir Futter für spätere Probleme lieferten und ihre Charaktere gut verbanden. Die beiden waren von den anderen Kindern bei Hofe ausgegrenzt worden und hatten irgendwann den Sohn des zweitmächtigsten Mann im Reiche ermordet um in Ruhe gelassen zu werden. Dabei dachte jeder der Beiden, dass er wirklich Schuld an der Sache sein und der Andere ihm das mal aufs Butterbrot schmieren könne.

 

Also legte ich los, es gab eine Szene im Thronraum des Königs von HUELT, einem der letzten Räume, die noch mit einem Thron aus dem goldenen Zeitalter versehen sind. Den Charakteren wurde vom König ein Treueschwur (Oath Ritual) abgenommen, das durch den Thron richtig Bedeutung bekam. Die beiden Spieler haben jetzt ein Treue Binding gegenüber dem König und eine Duty, die ihnen Bonuspunkte bringt, wenn sie die Ziele des Königs unterstützen.

 

Dann ließ ich die Bombe platzen und der König eröffnete Bran Daliwell, das er ihn zum Lord von Old Beer Fort, einem verlassenen Wachturm im Mannon Mole machen würde. Dieses Land voller Gesetzloser und Aufrührer sollte eine Herausforderung für den jungen Lord sein. Conrad Nagria (Ollis Charakter) lachte sich über diese Aufgabe ins Fäustchen, doch er wurde zur Unterstützung des jungen Lords auserkoren und der König spielte auf eine mysteriöse Weissagung seiner Wahrsagerin an, die ich mit Insider Informationen würzte.

 

Nach dieser Situation gab es eine Essenpause bei der wir fleißig auf der Meta Ebene plauschten und die Beiden Helden bekamen ihre Truppen und das Geld um sie zu ernähren. Mit diesem Wissen machten sich die Beiden mit 7 Leuten als Verstärkung auf den Weg um die Berge zu erkunden, wo die alte Festung liegen sollte. Ich würfelte derweil die zu erobernde Festung und ihr Umland über die One Roll Citys aus und hatte ein paar lustige Ergebnisse.

Zum Beispiel ein paar Populsten, eine Silbermine, solide Stadtmauern und einen berühmten Tempel (den ich in die Vergangenheit setzte und als verschollen vermerkte).

 

Ich würfelte für die ersten Tage der Reise und erhielt eine 10, ein positives Treffen. Also etablierte ich meinen ersten SLC, der Heute noch ein wenig farblos blieb. Es ist ein Islik Priester, der den Tempel sucht und dem Jungen Bran später beim Erlernen der Hermetischen Fertigkeiten helfen soll.

 

Karsten experimentierte mit seinem Incatation of Making und verwandelte Ollis Charakter in eine Katze, was den Beiden so einiges an Wissen brachte.

 

Die Gruppe suchte den weg zu der alten Festung und fand dort eine lebendige Kommune. Diese war gegen Adlige und den Klerus, es war eine echte Genossenschaft! Brüder unsere Heutige Aufgabe ist es den Plan des Monats in die Tat umzusetzen.

 

Ja, Kommunisten auf der Known World!

 

Es kam schnell zu Ärger und die Kommunisten griffen den Priester an, die Truppen der beiden SC mischten sich ein und es entstand ein wilder Kampf. Hier zeigte sich, wie sehr der Fluid Combat dem normalen Kampf überlegen ist, man konnte mit den Charakteren so richtig etwas wegrocken, die Aufteilung des Schadens in verschiedenen Wirkungen rockt wirklich und macht das Ganze viel schneller. Ein paar Diskussionen über Regeln gab es aber trotzdem und das war auch sehr gut, weil die Regeln dadurch enger definiert wurden und bei allen besser saßen.

 

Nach dem Kampf überredeten die Helden die Bewohner, das sie bei ihnen blieben und stockten so ihren Bestand an Gefolge und Soldaten auf. Nur den Anführer konnten sie nicht zum Schulze machen, weil die Würfel es so sagten.

 

Dann ging es auf der Meta Ebene weiter, die Schäden ausheilen und Pläne für die Expansion zu machen. Die Mauern der Festung wurden via Incantation of Making verstärkt und Pläne für einen Terrassenbau sowie den Beginn des Bierbraurens gemacht. Dazu benötigt man einen Spzialisten aus Therapoli und einen Kupferschmied nebst Baumeister. Den Spion, welcher die Lage unter den Untergebenen prüfen sollten brachten wir via Rückblende ins Spiel und dank eines wirklich guten Wurfes hat Conrad Nagria jetzt eine Kurtisane/Hure mit exelenten Fertigkeiten, die für ihn als Gefolgsmann die Ohren offen hält.

 

Bei der Suche nach dem Islik Tempel trafen die Spieler dann auf die Stein Krähen einen großen Clan, der von ihnen Tribut verlangte, die Verhandlungen schlugen fehl und auch eine Nachverhandlung brachte keinen rechten Schwung in die Sache, besser gesagt brachte sie einen Angriff, nach 7 Tagen, der für die Gruppe recht schlecht lief, weil sie sich nur auf die Company Rolls verließ.

 

Die Anhänger der einzig Wahren ARS Theorie mögen ab hier nicht weiter lesen!

 

Ich spulte einmal zurück und erlabte den Spielern sich besser einzubringen und ihre Fertigkeiten optimal zu nutzen. Karsten erwies sich dabei als äußerst beratungsresistent, was die Umwandlung seiner Zauber in Angriffssprüche anging. (In der Known World werden die Konflikte mit dem Schwert ausgetragen und Zauber unzterstützen dabei.) Doch nach einigen Hin und Her ging es, der Karsten nutzte seine Islik Invoctions und verbesserte über sein Invocation of Making seine Rütung um im Kampf gegen einen scher gerüsteten Gegner an zu treten und ihn schließlich zu besiegen. Hierbei muss ich sagen, dass der Fluid Combat etwas zäh war und erst durch die Sache mit den Schockschaden bei durch die Rüstung abgefangenen Treffern schneller wurde. Wir müssen uns noch ein wenig an das neue System gewöhnen.

 

Mit einem super Wurf auf Inspirieren schaffte Conrad es die verbliebenen Truppen der Gegner zur Hälfte unter den Befehl der Gruppe zu bringen und damit ihre Might/Henchmen auf 2 zu erhöhen.

 

Nach ein wenig weiteren Geplänkel auf der Meta Ebene machten wir um 4 Uhr Schluss und freuen uns auf das nächste Spiel. Das Feedback zur Runde war sehr gut und ich freue mich auf die Fortsetzung, denn ich habe trotz offenen Plot viele Möglichkeiten, wie die Spieler sich einbringen können und werde sie auch nutzen, falls die Spieler nicht Gas geben.

 

 

Fazit:

IMHO zu wenig Charakterspiel und Drama, aber das kommt in den Bergen halt nicht so gut zur Geltung. Dafür haben wir die Sandbox mit Leben gefüllt und einen Haufen Ideen, wie es weiter gehen kann. Das Drama kommt dan später von ganz alleine, wenn ich die Charakter besser kenne und sie wieder in der Zivilisation sind. Wenn die Handhabung des Fluid Combat besser sitzt, wird die Runde richtig rocken!

Lampenfieber denn meine neue Kampagne fängt an.

Es ist ja ein wenig ruhig um meine Blogpräsenz geworden, das Diary zur L5R Runde beim Ein will einfach nicht flutschen und ich habe privat beruflich so viel um die Ohren, dass der gute Xemiedes bestimmt denkt ich bin sauer auf ihn,m weil ich im Chat so kurz abgebunden bin.

Aber der Karsten ist ja auch mal da um den Blog am Leben zu halten, oder?

Aber so ist es bei mir, mit dem Nahen der neuen Kampagne verschiebt sich mein Fokus komplett und ich bin wie ein Kleinkind vor Weihnachten. Der Martin durfte das gestern auch ausbaden, als ich ihn zur Known World gelöchert und mit meinen Ideen zu der Kampagne im Skype genervt habe.

Meine Vorbereitung hat es dieses mal in sich, ich habe nicht weniger als 108 Companys benannt und mit einem Kopf versehen, die ich aus dem Regelwerk extrahieren konnte. Zusätzlich habe ich die Armeeen der Known World in Might Begriffe umgewandelt und die von Chaos Aptom vorgearbeitete Konvertierung der Artesia-Magie nachbearbeitet.

Ich habe nicht weniger als 126 Benannte NSC und 6 Parteien, die in einem C-Web miteinander konkurrieren. Allerdings muss ich dagen, dass ich nicht alle NSC bis ins Detail ausgearbeitet habe, oft sind es mehr ein paar Namen und eine Argenda. Ähnlich verhält es sich mit den Companys. Die werden im Enstfall mit der One Roll Company Engine verfeinert, falls sie von Nachhaltigen Interesse sind.

Dank Martin habe ich jetzt auch eine Timeline der letzten 100 Jahre und werde da meine Ideen raubrechen, wenn es zur Sache geht.

Man habe ich zittrige Hände.

 

(Diary folgt nach dem Spiel)

Der Nordcon steht vor der Tür!

Vom Freitag bis zum Sonntag geht es in Hamburg wieder zur Sache und der Nordcon öffnet seine Pforten. Ich werde am Samstag eine Runde PDQ# Sharp und eine Runde Reign auf einem Samurai Setting  anbieten. Aber auch der Rest der angebotenen Runden hört sich teilweise sehr gut an. Der Karsten (mein nicht ganz so fleißiger Blogpartner) wird zusammen mit ein paar anderen Verrückten einen Nerf Gun Fight anbieten, der unter dem Thema Zombie-Apokalypse steht. Dabei hat er sogar eine gute Fee gefunden, welche die Zombies schminkt.

Falls wer von Euch kommt und mit mir spielen möchte, kann er das bitte mal anmelden, ich halte ihm einen Platz frei.

Nachtrag vom faulen Sack: Ich werde auch Spielrunden anbieten, und zwar FATE. Am Samstag gibt es um 11:00 Uhr Dresden Files und am Sonntag um 11:00 Uhr die quasi-offizielle Malmsturm Promorunde. Ich freu mich, euch dort zu sehen. Meine Runden sind unter meinem alter ego Blechpirat ausgehängt.