Die Fragen der Dr. Hoo 7

Romantik & Liebe

Dies ist ein Beitrag im Rahmen des Karnevals der Rollenspielblogs zum Thema Romantik & Liebe

Der Hintergrund zu Dr. Hoos Fragen ist im ersten Teil erläutert.

Du hast die Hühnerrunde angesprochen. Glaubst du, dass eine Runde, die nur aus Männern besteht, auch ein Spiel mit romantischen Subplots entwickeln kann? Wenn ja, wie würde das aussehen?

Ich kann mir das leider nur gerade eben noch so vorstellen, erlebt habe ich es nicht. Grundsätzlich sind reine Männerrunden in meiner Wahrnehmung kompetetiver als gemischte Runden, stärker auf die Mechanismen und ihre Ausnutzung fokussiert. Selbst mit Storyspielern am Tisch spielt in meinen „Männerrunden“ eher eine Rolle, welche Kombination von Regelelementen den höchsten Schadensoutput hat. Wie du selber so schön schreibst: „Gefühle machen verletzlich, und niemand ist gerne verletzlich.“ Und irgendwo muss mal jemand die Konvention festgelegt haben, dass unterschiedliche „Schutzniveaus“ für Gefühle gelten, wenn Männer unter sich sind/Frauen dabei sind. Die Differenz der Schutzniveaus scheint mir mit zunehmenden Alter abzunehmen, aber sie bleibt erkennbar. Mal sehen, vielleicht in ein paar Jahren 🙂

In meinem Erfahrungsschatz spielen reine Männerrunden auf den Stufen  (der patentierten, nach oben offenen Blechpiratischen Dramaskala) „(Gar nicht)“ oder höchstens „Normal“. Denn wenn wir mal ganz ehrlich sind: „Verletzlichkeit“ ist kein männlichkeitsbetonendes Attribut. Es ist uns nur gegenüber Frauen zu zeigen gestattet… deshalb würde ich persönlich nicht mal zum Spaß auf die Idee kommen, so etwas wie Monsterhearts nur mit Männern zu spielen.

Da mir die Bloggerkollegin Papierheldin hat in einem Kommentar zur Frage 5 die Beantwortung der aufgeworfenen Frage „Übertragen sich die Gefühle aus dem echten Leben auf die Spielfiguren? Kann ich eine romantische Liebesszene mit jemanden spielen, den ich zwar mag (sonst würde ich ja nicht am Tisch sitzen), aber nicht attraktiv finde?“

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Die Fragen der Dr. Hoo 6

Romantik & Liebe

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Und wie kitschig darf es letzten Endes werden? Ziehst du alle Register, oder lässt du (als SL) alle Register ziehen?

Jemand, der so wenig romantisch ist, wie ich es bin, der ist vermutlich auch ziemlich kitschfrei. Jedenfalls habe ich auch kein klares Bild davon, wo Romantik in Kitsch abdriftet. Und ich nehme Kitsch als etwas negatives wahr, etwas was für mich nur in der ironischen Brechung funktioniert – und Rollenspiel ist unironisch. Und muss es für mich auch sein, weil Ironie eine Schutzschicht ist, um bestimmte Emotionen nicht an sich heranzulassen.

Kitsch gibt es also von mir nur, wenn ich versuche, den ungeschickten, inkompetenten oder noch sehr jungen Mann zu spielen, der um seine Holde wirbt. Oder unabsichtlich.

Okay, ist das jetzt anders, wenn ich SL bin? Nicht von meinem Imput her, würde ich sagen. Anders ist das, wenn die Spieler Kitsch einbringen. Dann bin ich natürlich mehr als bereit, diese Elemente „im Spiel zu lassen“, auch als von allen nutzbares Element. Denn hey, seit wann bin ich die Definitionsinstanz für (schlechten) Kitsch? Wenn die Spieler Spaß haben, dann her damit. Selbst wenns weh tut…

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Rezi: Geister, Gauner und Halunken

Geister, Gauner und Halunken: Ein Abenteuerband für 1w6 Freunde

Geister, Gauner und Halunken: Ein Abenteuerband für 1w6 Freunde

Wer in den 80ern aufgewachsen ist, ist mit TKKG und den drei Fragezeichen aufgewachsen. Die Älteren unter uns haben die Bücher gelesen, die Jüngeren die Hörspiele auf Cassette gehört – aber wir alle kennen diese Geschichten. Quasi ein Kanon unserer Generation, nicht von Reich-Ranickis Gnaden, aber dennoch verbindlich. Rolf Kalmuczak (unter dem Pseudonym Stefan Wolf) hat uns mit „Ein Fall für TKKG“ geprägt. Und mit uns meine ich dann wohl auch die Autoren sowohl des Grundregelwerkes als auch des Abenteuerbandes… Weiterlesen

Die Fragen der Dr. Hoo 5

Romantik & Liebe

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Glaubst du, dass sich Gefühle vom Spieltisch ins echte Leben übertragen (können)?

Abstrakt gesehen: Natürlich. Man kann selbst beim Brettspiel Leute in einer Form kennenlernen, dass man danach nie wieder auch nur eine Minute mit ihnen verbringen möchte. Fertig, Gefühl übertragen 🙂

… aber wenn du „Gefühle“ auf Liebe beschränkst, dann glaube ich das nicht. Jedenfalls nicht mehr, als man sich auch bei dem Jahrestreffen der Kassenwarte deutscher Taubenzuchtvereine verlieben kann. Man kann sich (wie in Frage 4 erwähnt) am Spieltisch verlieben. Aber passiert dass, weil sich die Charaktere verliebt haben? Ich bin jedenfalls für mich selber sicher, dass sich die Gefühle meiner Charaktere nicht auf mich als Person übertragen. Wie ich schon in der Antwort auf deine vierte Frage schrieb, bin ich nicht so der Immersionsspieler. Ich „werde“ nicht zu meinem Charakter, sondern ich steuere ihn immer aus der „Draufsicht“. Deshalb ist zwischen den Gefühlslagen von Spieler und PC soviel Metablabla, dass ich mir das wie eine wirklich dicke Schutzschicht vorstelle.

Einen interessanten Punkt finde ich aber noch, ob es nicht andersherum relevant wird. Übertragen sich die Gefühle aus dem echten Leben auf die Spielfiguren? Kann ich eine romantische Liebesszene mit jemanden spielen, den ich zwar mag (sonst würde ich ja nicht am Tisch sitzen), aber nicht attraktiv finde? Aber da will ich deiner letzten Frage nicht vorgreifen, die eine ähnliche Richtung hat.

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Die Fragen der Dr. Hoo 4

Romantik & Liebe

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Gab es schon mal eine Situation am Spieltisch, wo du das Gefühl hattest, du und dein Mitspieler/in waren ganz allein und im Hintergrund fangen wie im Film schon die Geigen an?

Jein. Ich bin mal aus einer Runde Vampire rausgeflogen, weil ich RL mit einer Mitspielerin rumgeknutscht habe. Das war auf dem Nordcon, und wir hatten uns gerade erst kennengelernt. Insofern ja, sehr sogar. Aber das meinst du wohl nicht, oder? Jedenfalls hab ich seit dem ein komisches Verhältnis zu V:tM 🙂

Heute würde ich sagen, dass ich vermutlich mit „Nein“ antworten muss. Bei mir läuft viel zu viel parallel beim spielen mit. Ich bin definitiv kein Immersionsspieler, eher das Gegenteil. So wie manche Beifahrer im Auto ständig mit den Füßen zucken, weil sie gerne auf die Bremse treten möchten, bin ich als Spieler nicht in der Lage, den SL-Teil in mir auszuschalten. All die Dinge, die ich als SL in einer solchen Situation im Kopf hätte, habe ich als Spieler auch im Kopf: „Nehme ich jemand sein Spotlight? Was wäre eine coole Weiterentwicklung? Wie passt das zu den Zielen der anderen Spieler? Kann Spieler A das ab, wenn ich ihm seine Agenda ruiniere?“ Da ist wenig Raum für Geigenmusik…

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Die Fragen der Dr. Hoo 3

Romantik & Liebe

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Ich spiele ja momentan viel online. Glaubst Du, dass trotz der fehlenden Eindrücke (sehen, Gerüche, etc.) eine (befriedigende) romantische Situation entstehen kann?

Meine Erfahrungen mit dem Online-Spiel ist überschaubar, aber ich habe sowohl in der Drachenzwinge auf dem Teamspeakserver als auch über Googles Hangouts gespielt. Für die Variante: Teamspeak würde ich deine Frage auf jeden Fall verneinen. Mit Hangouts – der Unterschied besteht für mich im wesentlichen darin, dass man mit Webcams arbeitet und das recht clevere System erkennt, wer gerade spricht, und den Sprecher „groß“ darstellt – könnte ich es mir eher vorstellen. Aber irgendwie wirkt die Runde auch mit Webcams etwas „distanzierter“ auf mich, die Leute haben sich (gefühlt) etwas weniger auf das Spiel eingelassen. Nun habe ich bisher nur Online-Runden gehabt, bei denen ich auch „fremde“ mit am virtuellen Tisch hatte, so dass dies meine Wahrnehmung sicherlich beeinflusst. Aber es bleibt für mich eine Abstraktsionsschicht, eine Isolierung, die mich im Flow stört und gerade im Bezug auf eine romantische Situation sicherlich hemmt.

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Die Fragen der Dr. Hoo 2

Romantik & Liebe

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Nicht jeder kann mit allen Spielarten von Romantik und Liebe im Rollenspiel umgehen. Wie würdest du damit umgehen, wenn beispielsweise der einzige Weg, an eine Information zu kommen, flirten ist, und nur die Spielerin am Tisch das durchziehen kann, die Probleme hat, so etwas auszuspielen?

Eine sehr interessante Lösung hat Thiemo als Kommentar unter dem Beitrag „Gastbeitrag: Sind wir reif für schwule Charaktere und NSCe?“ vorgeschlagen: In seinem Aventurien ist homosexuelle Liebe so verbreitet, wie wir uns das für das antike Griechenland vorstellen. Ein hübscher Mann kann/muss da also auch die Hosen runterlassen, um sich die Informationen zu erschlafen.

Aber grundsätzlich verstehe ich dein Problem: Solche Situationen sind schwierig und kosten manchmal auch Überwindung. Bei Fiasco hatte ich einmal eine Mitspielerin, die – bei leicht anderer Situation – aufgrund ihrer Hemmungen unglaublich gut und realistisch gespielt hat. Aber sie selber fand das hart und hat sich zwei Jahre daran abgearbeitet. Und dann drum gebeten, dass wir wieder Fiasko spielen… Das halte ich aber nicht für den Normalfall. Da ich selbst ja auch ein schüchterner Mensch bin, der gerade mit dem Bereich „Flirten“ so seine Schwierigkeiten hat, kann ich hervorragend damit leben, einfach drauf zu würfeln. Je nach Geschmack der Betroffenen kann man die Szene gar nicht, etwas oder detailreich anerzählen und dann rausschneiden, wenn der unangenehme Teil kommt. Einer der großen Vorteile gegenüber dem Larpen!

Aber bevor ich das alles mache (und sei es nur drauf würfeln lassen), halte ich es für wichtig, sicherzustellen, dass die Spielerin das überhaupt so will. Möchte sie einen Charakter spielen, der Informationen „erflirtet“? Manchmal habe ich den Eindruck, dass Spielerinnen in eine Ecke gestellt werden, in die sie nicht möchten – andere hingegen wollen genau das spielen. Aber es muss schon zum gewählten Konzept passen, egal wie effektiv es als Mittel sein könnte.

Wenn sie aber tatsächlich einen Charakter spielt, der gut und gerne flirten kann, ohne dass sie als Spielerin das ausspielen kann, dann würde ich wohl versuchen, langfristig in kleinen Schritten immer mehr ausspielen anzubieten. Einerseits, um die Hemmungen abzubauen, andererseits aber auch um zu erfahren, wie sie ihren Charakter sieht. Nicht jeder (weibliche) Charakter flirtet gleich…

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Die Fragen der Dr. Hoo

Romantik & Liebe

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Dr. Hoo hat mir angeboten, mit mir zusammen einen Artikel zum Karneval-Thema Romantik & Liebe zu schreiben. Dr. Hoo ist mir deshalb so lieb und wichtig, weil ich einige der intensivsten und dramatischten Runden überhaupt als ihr (zumeist hintergangener) Ehemann auf den Tanelorn-Treffen gespielt habe. Ich möchte fast sagen, dass ich ohne sie den Reiz des Themas „Liebe im Rollenspiel“ nicht erkannt hätte. Ich habe vorher in Fiasco-Runden und bei Fate durchaus auf der Beziehungsebene gespielt, aber so brutal und kompromisslos wie Dr. Hoo hatte mich nie jemand angespielt. Daraus resultiert ein besonderes Vertrauen, dass ich ihr gegenüber empfinde (und eine völlig übersteigerte Erwartungshaltung an alle Runden, in denen wir zusammen spielen, die aber nie enttäuscht wird).

Zusammen einen Artikel zu schreiben ist aber ziemlich knifflig und vor allem zeitaufwändig. Daher haben wir uns, als wir uns auf dem Feencon trafen, darauf geeinigt, uns gegenseitig Fragen zu stellen. Sie hat mir nun ihre Fragen gestellt, die ich einzeln beantworten werde. Heute fange ich an mit:

Wie wichtig ist dir Romantik und Liebe im Rollenspiel auf einer Skala von 1 – 10? Würdest du es anderen Elementen im Spiel vorziehen, oder ist es für dich gleichberechtigt mit anderen (Drama-)Elementen?

Romantik kann ich gar nicht. Und das ist nicht mal auf mich als Rollenspieler beschränkt – ich bin auch als Lebensgefährte ein totaler Romantikversager. Nur mal so als Beispiel: Bei einem Strauß Blumen denke ich an Tod (weil diese Blumen dem Tod geweiht sind, seit sie abgeschnitten wurden und wir ihnen jetzt beim Sterben zusehen). Insofern ist Romantik für mich etwas, was ich an anderen aus der Ferne bewundere – aber selbst nicht hinbekomme, weil ich eine romatische Situation nicht mal erkenne, wenn mir das Wachs der Herzchenkerze die Finger verbrennt.

Liebe hingegen ist mir im Rollenspiel wichtig. Ich kann auch ohne: Ich habe einen Level 23 D&D-Charakter, der nie mehr als eine höchst flüchtige Begründung brauchte, warum er mit den anderen (z.T. recht dubiosen) Gestalten Dungeons ausräumt/die Welt rettet. Spaß hab ich damit reichlich gehabt. Allerdings finde ich, dass es spannender ist, wenn Charaktere vielschichtiger sind. Wenn sie Motive, Motivationen haben – gerne solche, die miteinander im Konflikt stehen können. Da kommt für mich das interessante Rollenspiel her. Natürlich kann (und habe) ich auch schon Lehnsherren gespielt, die zwischen Loyalität zu den eigenen Rittern und dem Begehren nach mehr Macht wählen mussten, aber eigentlich wird das alles erst so richtig gut, wenn Liebe ins Spiel kommt. Denn mal ganz ehrlich: Die Wahl zwischen Macht und loyalem Gefolgsmann ist nur einmal spannend, dann hat man den Charakter etabliert. Die Wahl zwischen Ehefrau und Geliebter kann der selbe Charakter immer wieder anders treffen, die Wahl ob man der eigenen Tochter oder der eigenen Frau hilft, wenn es nicht für beide reicht – auch mehrfach spannend. Will ich die Hoffnungen erfüllen, die mein Vater in mich setzt oder ein guter Familienvater für meine eigene Familie sein? Wenn ich auf der Stufe „Drama“ spiele, dann ist Liebe die vielfältigste und stärkste Motivation, die ich mir vorstellen kann. Mein Gott habe ich „House of Cards“ geliebt und erlitten: Weil diese Serie genau das richtig macht. Deshalb würde ich sagen: 8/10 auf der Skala, aber nur gleichberechtigt. Ich will ja nicht Eheleben spielen… es muss auch darum gehen, Monster platt zu hauen und die Welt zu retten/sich unter den Nagel zu reißen. Aber ich finds cooler, wenn das Monster jemanden als Geisel nimmt, den ich liebe…

Schmonzette: Der richtige Weg in Richtung Romantik?

Schmonzette: Der richtige Weg in Richtung Romantik?

Romantik? 0/10. Aber vielleicht sollte ich mir mal ganz platt eine Schmonzette kaufen, um mein Romantikdefizit aufzuarbeiten… aber ganz ehrlich? Ich glaube, ich bin dabei auch schüchtern.

Die anderen Fragen der Dr. Hoo findet man hier:

Zweite FrageDritte FrageVierte FrageFünfte FrageSechste Frage – Siebte Frage – Achte Frage

Gastbeitrag: Sind wir reif für schwule Charaktere und NSCe?

Romantik & Liebe

Romantik & Liebe

Im Rahmen des von mir organisierten Karnevals der Rollenspielblogs zum Thema „Romantik und Liebe“ habe ich auch die Frage gestellt: „Sind wir reif für schwule Charaktere und NSCe?“. Dafür habe ich viel Kritik erhalten, überwiegend von Personen, bei denen mir die sexuelle Präferenz unbekannt ist. Ich habe daher Olli (dessen Präferenzen mir bekannt sind 🙂 ) gebeten, seine Sicht der Dinge aufzuschreiben und danke ihm ganz herzlich für seinen Beitrag.

Sind wir reif für schwule Charaktere und NSCe?

Der Blechpirat hat mich gebeten, einmal meine Gedanken zu diesem Thema aufzuschreiben. Immerhin bin ich schon mein halbes Leben Rollenspieler und fast genauso lang offen schwul. Ich möchte mich dabei gar nicht lange an der Formulierung der Frage aufhängen und über ihre politische Korrektheit nachsinnen. Stattdessen stelle ich einfach die Gegenfrage: Sind wir reif für schwule Mitspieler? Wer das mit „Nein“ beantwortet, ist offenbar in einem Jahrzehnt steckengeblieben, in dem es noch keine Blogs gab, und kann diesen Text deswegen gar nicht lesen. Von einer aufgeklärten Leser*innenschaft erwarte ich als Antwort ein „Ja“. Weiterlesen

Romantik in drei Intensitätsgraden

Romantik & Liebe, der Karneval der Rollenspielblogs im Juli 2016, macht jedenfalls eines deutlich: Nicht jeder macht es zum Thema seines Spiels. Aber es scheinen auch Missverständnisse zu bestehen, was mit Romantik & Liebe überhaupt gemeint ist: Schuld ist daran ein bisschen Norbert mit seinem Kampfbegriff „Misery Porn“.

Nun habe ich Norbert ganz ausdrücklich um einen Beitrag gebeten – und zwar nicht weil ich seine Haltung kannte, sondern weil Norbert an den Außengrenzen des Rollenspiels vor sich hin freiformt und retrogamet. Ich wusste also, da würde Diskussionsstoff entstehen. Weiterlesen