Rollenspielliebe

Wer im August Blogs gelesen hat (auch dieses hier), der hat den #RPGADAY2015 nicht übersehen können. Viele der Beiträge waren ein echter Gewinn für mich. Manchmal, weil es einfach der Anlass war, mal zu bloggen (Wie bei Mondbuchstaben, der /immer/ tolle Sachen schreibt, wenn er denn mal schreibt), bei anderen (wie Greifenklaue) waren interessante Erkenntnisse über den Menschen hinter dem Blog dabei (persönlich kenne ich Greifenklaue leider nur sehr flüchtig), mal weil es auf ein interessantes System verwiesen hat.

Aber bekennen muss ich, dass ich dann doch gerührt war, als einige von euch rsp-blogs.de als Lieblingsrollenspielseite genannt haben. Vielen Dank an Adrian, Jaegers.net, Sprawldogs, Greifenklaue, Mondbuchstaben und De Malspöler. rsp-blogs.de war viel Arbeit (und kostet heute noch manchmal erstaunlich viel Zeit) und gibt – (an persönlichem Feedback) wenig mehr als Abrufstatistiken zurück. Um so überraschender war es für mich, von so vielen Bloggern auf einmal genannt zu werden! (Und ich dachte, das wir ein so diverser Haufen wären, dass wir niemals zwei Blogger mit gleicher Meinung finden könnten :) )

Vielen, vielen Dank.

Da setzt der Beitrag vom Malspöler dann nur noch das Sahnehäubchen auf, auch wenn ich mich nun wirklich nicht als Promi sehe.

Geschrieben in Allgemein | Tagged | 5 Kommentare

#RPGaDAY2015 Frage 29: Favorite website/blog

#RPGaDAY2015 Frage 29: Lieblingswebsite/Blog

Ich habe erstmal überlegt, ob ich diese Frage überspringen soll. Bin ich als Betreiber von rsp-blogs.de nicht besser beraten, neutral zu sein? Vermutlich. Aber ich verrate es euch trotzdem. Mein Lieblingsblog ist definitiv Dirks Mondbuchstaben.  Leider schreibt er nicht oft, aber wenn er etwas schreibt, dann ist es toll.

Ansonsten empfehle ich natürlich

Geschrieben in Allgemein | Tagged , | Schreibe einen Kommentar

#RPGaDAY2015 Frage 26: Favorite Inspiration for your game

#RPGaDAY2015 Frage 26: Lieblingsinspiration?

Mine Fru, wie der Norddeutsche so schön sagt. Meine geschätzte Lebensgefährtin, selbst (natürlich) begeisterte Rollenspielerin, ist eine großartige Gesprächspartnerin für interessante Abenteuer, Charakterentwicklung, Szenenaufbau… tja, hat schon seine Vorteile, wenn man mit einer Romanautorin und einer Narrative Designerin (in Personalunion) zusammenlebt.

Geschrieben in Allgemein | Tagged | Schreibe einen Kommentar

#RPGaDAY2015 Frage 25: Favorite Revolutionary Game Mechanic

#RPGaDAY2015 Frage 25: Höchstgeschätzte Revolution in der Regelmechanik?

Puh, was für eine verkrampfte Übersetzung, aber hey… ihr versteht was ich meine.

Ich habe zwei davon. Das eine ist das, was bei Fate „Aspekte“ heißt, aber was es auch in anderen Spielen (inzwischen?) gibt – die Möglichkeit, harte Regeln und freie Beschreibungen miteinander zu verknüpfen. Während man früher (und in so manchem System noch heute) Dinge findet wie „Auf einem Auge blind: -2 auf Wahrnehmen und Fernkampf, dafür 5 Charaktergenerierungspunkte zusätzlich“, die dann – schon weil sie nie perfekt ausbalanciert sind – zu lauter geldgierigen (hey, das ist ja fast kein Nachteil für einen Murderhobo) Wespenphobikern mit Erzfeind führen, ist das bei dieser Weiterentwicklung unnötig. Und da diese Nachteile (statt starrer Einbindung in die Mechanik (-2 auf Fernkampf) einen Bonus bringen, wenn sie vorkommen, geht es auch nicht mehr darum, Nachteile zu finden, die möglichst keine Nachteile sind. Derartiges findet man in nicht nur bei Fate, sondern auch bei Cortex+ und Savage World.

Die andere „revolutionäre“ Regelmechanik ist die Lösung vom binären Erfolg. Ein klassisches System kennt nach dem ablegen einer Fertigkeits- / Rettungswurfs- / Attributs- / usw.-probe nur den Zustand „Erfolg“ oder „Gescheitert“, gelegentlich ergänzt um „Kritischer Erfolg“ und „Patzer“. Das ist m.E. langweilig, passt aber zu der „Gamistischen Taktik“, über die ich neulich mal schrieb. Besser ist eine feinere Aufgliederung. Und damit meine ich nicht die Erfolgsstufen von Splittermond (und jetzt auch DSA5), bei der gemessen wird, WIE erfolgreich man denn nun war, sondern Zwischenstufen.

Bei Fate Core sieht das so aus:

Fehlschlag

Wenn dein Würfelergebnis geringer ist als der Widerstand, ist das ein Fehlschlag.
Das kann verschiedene Dinge bedeuten: Du erreichst dein Ziel nicht; du erreichst dein Ziel, aber der Erfolg hat einen großen Haken; oder es gibt andere negative regelmechanische Auswirkungen. Wenn du entscheidest, dass der Erfolg einen Haken hat, legt die SL einen angemessenen Haken fest.

Gleichstand

Wenn dein Würfelergebnis genauso hoch ist wie der Widerstand, ist das ein Gleichstand.
Das kann verschiedene Dinge bedeuten: Du erreichst dein Ziel, aber der Erfolg hat einen kleinen Haken; oder du erreichst eine verminderte Variante deines Ziels.

Erfolg

Wenn dein Würfelergebnis eine oder zwei Erfolgsstufen höher ist als der Widerstand, ist das ein Erfolg.
Das bedeutet: Du erreichst dein Ziel, ohne dass der Erfolg einen Haken hat.

Volltreffer

Wenn dein Würfelergebnis drei oder mehr Erfolgsstufen höher ist als der Widerstand, ist das ein voller Erfolg.
Das bedeutet: Du erreichst nicht nur dein Ziel, sondern du bekommst noch einen anderen Vorteil dazu.

Kurz gesagt: Man kann Scheitern. Man kann Erfolg mit einem kleinen Haken oder mit einem großen Haken haben, oder einfach nur Erfolg, oder Erfolg mit zusätzlichem Vorteil.

Oder, mal als Beispiel, einen Move (Unleash an Attack) aus Urban Shadows

1-6: Kein Erfolg (aber oft einen Erfahrungspunkt)
Ansonsten:
Mache brutalen Schaden und
Nimm ihnen irgendetwas weg

bei 7-9: Wähle zusätzlich eines der beiden Ergebnisse:
Sie machen bei dir Schaden
Du kommst in eine schwierige Situation

Im Sweetspot (7-9 kommt bei dem 2w6-Wurf besonders oft vor) passieren also Dinge, die das Ergebnis interessanter machen. Schaden bei den PCs oder eine „schwierige Situation“ (bad spot im Original) – da wird der Kampf gleich dynamischer.

 

Geschrieben in Allgemein | Tagged , , , | Schreibe einen Kommentar

#RPGaDAY2015 Frage 24: Favorite House Rule

#RPGaDAY2015 Frage 24: Meine Lieblingshausregel?

Das scheint mir eine dieser Fragen zu sein, die zu den Systemen passt, die Andere Leute(TM) spielen. Praktisch alle Systeme, ich ich dieser Tage spiele, bedürfen solcher Hausregeln nicht, oder sie sind bewusst so offen, dass vor dem Spiel eine Anpassung erforderlich ist.

Eine Tischregel habe ich aber: Wenn das Spiel soetwas wie Fatepunkte, Gummipunkte, Mondsplitter, etc kennt, dann gibt es zusätzliche für Outgamebemühungen: Ein Diary, für das Gastgeber sein, fürs Kochen, oder richtig viele für guten Whisky…

Geschrieben in Allgemein | Tagged | 1 Kommentar

#RPGaDAY2015 Frage 23: Perfect game for you?

#RPGaDAY2015 Frage 23: Das perfekte Rollenspiel für mich?

Oh! Das wäre eine Mischung aus Fate, pbtA, PDQ und etwas Cortex+

Von Fate möchte ich die Aspekte erhalten, und die Würfel mit ihrer steilen Glockkurve, die zu überschaubaren Ergebnissen führen und wenig Rechnerei bedeuten. Von pbtA gefällt mir die Betonung relevanter Handlungen durch die Moves, und die oft elegant gelungende Auflösung des binären Wurfes (statt gelungen/nicht gelungen). PDQ hat den sehr sehr eleganten Stilwürfelkreislauf, der unglaublich gut darin ist, die Spieler auf ein gemeinsames Spiel zu synkronisieren. Von Cortex+ mag ich die Tendenz, die (dort so nicht genannten) Aspekte in möglichst vielen Würfen unterzubringen.

Geschrieben in Allgemein | Tagged , , , , | Schreibe einen Kommentar

#RPGaDAY2015 Frage 22: Perfect gaming enviroment

#RPGaDAY2015 Frage 22: Die ideale Umgebung für das Rollenspiel?

Lustig – Settembrini hat das Thema gerade im Rollenspielblogs-Forum angeschnitten (und Mondbuchstaben die Historie der Entwicklung großartig mit D&D Werbung von Anno Duuemals bebildert). Die ideale Umgebung ist für mich ein vernünftig großer Esstisch. Er darf nicht zu groß sein, damit alle Spieler eine Skizze noch gut sehen können, aber auch nicht so klein, dass die Leute ihre Zettel auf dem Schoß haben müssen (und Knabberkram muss auch noch drauf passen. Vermutlich wäre also ein runder Tisch für 5  Personen perfekt. Dann darf es gerne hell sein, und ruhig.

Warum? Das Gegenteil wäre ja eine kuschelige Couch mit Kerzenschein und Stimmungsmusik – warum will ich das nicht?

Für engagierte Spieler ist der Tisch einfach besser. Man hat leichter Augenkontakt zu den anderen Spielern (was das Sozialverhalten fördert und alles beschleunigt: Ein Blick in die Gesichter der Spieler sagt mir besser, schneller und eindeutiger, ob die Szene auserzählt ist, als jede andere Form der Kommunikation). Soweit man mit Skizzen (und in meinem Fall Aspektkarten) arbeitet, kann sie jeder schnell sehen und so beachten. Das ist auch der Grund, warum ich es hell mag – es erleichtert das Lesen. Außerdem kommt hinzu, dass zumindest ich (wenn ich nicht leite) im Dunkeln nach 8 Stunden Arbeit auf der bequemen Couch auch einfach schnell mal müde werde – und zum gemeinsamen vorsichhindämmern muss man sich nicht verabreden.

Auch Musik empfinde ich eher als störend. Okay, mir hilft sie auch mal so gar nicht auf der positiven Seite, aber dafür verhindert sie oft genug, dass man die anderen gut versteht. Hinzu kommt, dass ein SL, der passende Musik am Start hat, gefühlt auch nichts anderes macht, als Musik auszuwählen. Und Leute, die nach Soundtrack leiten, sind Railroader. Bäh.

Ich bin dann wohl kein Stimmungsspieler…

Geschrieben in Allgemein | Tagged | Schreibe einen Kommentar

#RPGaDAY2015 Frage 21: Favorite RPG Setting

#RPGaDAY2015 Frage 21: Mein Lieblingssetting fürs Rollenspiel?

Puh! Ich würde sagen, dass es unsere Erde ist, die mich am meisten fasziniert, mit unserer (zeitgenössischen) Gesellschaft darauf. Warum? Weil ich diese Welt kenne/zu kennen glaube, und ich deshalb die immens wichtigen Kausalketten gut hinbekomme. Je mehr sich die Welt vom Normalfall entfernt (Shadowrun), desto weniger mag ich sie. Mit völlig fremdartigen Settings komme ich nicht gut zurecht. Ich habe zum Beispiel ein Problem damit, dass in Aventurien (oder Forgotten Realms) ganz offenbar hochmittelalterlich inspirierte Gesellschaften exisitieren, die dann aber egalitärer sind, als unsere – Wo es nicht auf höfische Umgangsformen ankommt, sondern der König geduzt wird. Das stört mich, weil ich nicht erkennen kann, wie ich mich verhalten soll – wie soll ich eine Intrige am Hof schmieden, wenn ich mich nicht darauf verlassen kann, dass ein bestimmtes soziales Verhalten von allen gleich interpretiert wird? Und gerade höfische Strukturen sind eigentlich wegen ihrer regiden Sozialstruktur perfekt für dieses Verhalten. Bäh.

Also unsere Erde. Gerne mit Monstern, aber welchen, die nicht (True Blood artig) öffentlich in Erscheinung treten.

PS: 19&20 habe ich übersprungen. Ich spiele kein Horror oder Superheldenspiel.

Geschrieben in Allgemein | Tagged | 2 Kommentare

#RPGaDAY2015 Frage 18: Favorite SF RPG

#RPGaDAY2015 Frage 18: Mein Lieblingsrollenspiel für SF

Über meine Liebe für Cyberpunk 2020 habe ich ja im Rahmen des #RPGaDAY2015 ja schon mehrfach gesprochen. Das ist als Near-Future „dicht genug“ dran, um hier zu gelten. Cyberpunk malt immer noch die Bilder aus Bladerunner in meinen Kopf, den Sound der großen Stadt, der Kampf gegen eine blind auf den Abgrund zulaufende Menschheit, die zwischen Konsum und Fernsehen nicht sehen will, was aus der Welt geworden ist… Awesome, aber irgendwie auch auserzählt für mich.

Ein natürlicher Nachfolger wäre eigentlich Eclipse Phase (jedenfalls vom Setting her), aber irgendwie stelle ich fest, das es nicht der Transhumanismus ist, der mich packt. An Cyberpunk hat mich mehr interessiert, was die Umwelt, was die Gesellschaft, was der wirtschaftliche Druck, was der pure Hunger aus Menschen machen kann, und nicht wohin uns eine Welt führt, in der Körper aus der Fabrik kommen, der Geist durch IT und Drogen geformt wird. Deshalb, so vermute ich, spiele ich heute eher Urban Fantasy, wo Mensch und Monster, Engel und Teufel, Fee und Magier gleichermaßen menschlich sind, aber alle Aspekte des Gesamtwerkes Mensches präsentieren.

Deshalb ist meine Antwort Diaspora – eine Fassung von Fate 3 für Hard SciFi. Aber ist jetzt nicht so, also ob ich das oft spielen würde. Aber wenn, dann das.18

Geschrieben in Allgemein | Tagged , , , , , | Schreibe einen Kommentar

#RPGaDAY2015 Frage 17: Favorite Fantasy RPG

#RPGaDAY2015 Frage 17: Mein Lieblingsspiel für Fantasy.

Ich habe seit ein paar Jahren, eigentlich schon seit ziemlich vielen Jahren, ein Problem mit Fantasy. Es ist mir zu beliebig, zu belanglos. Der Zauber der DSA-Zeit, der Erstlektüre von Herr der Ringe, er ist verflogen. Selbst die Filme konnten das nicht ändern, GoT nicht (das ich als tollen Roman, aber nicht als Fantasy schätze). Ich habe keine Antwort mehr auf die Frage: Warum ist Fantasy toll? Fantasy ist für die Sorte Spiel, die ich möchte, zu beliebig.

Aber wenn ich denn muss: Der Eine Ring / The One Ring von Uhrwerk/Cubicle 7 ist schon sehr sehr toll gemacht. Ich muss nur noch einen Grund finden, es zu spielen. Etwas, was nur mit Fantasy geht. Nur was?

Geschrieben in Allgemein | Tagged , , | 2 Kommentare