Mein erstes Mal auf der Dreieich

Dreieich Con

Dreieich Con

Dreieich liegt bei Frankfurt am Main.

Das ist für jemand der aus Hamburg losfährt gefühlt sehr knapp vor der Nordgrenze Italiens. Und das ist einer der Gründe, warum ich in den letzten 26 Jahren noch nie auf einem DreieichCon war: Sehr zu meinem Bedauern, wie ich sagen muss.

Die DreieichCon-Orga, vertreten durch Christian, war ausgesprochen überzeugend bei der Einladung, und so sind wir dann nach Dreieich gereist. Was man auf der DreieichCon so zu sehen bekommt, zeigt der Tumblr von Roger Murmann. Ich habe aber keine Idee, wie man die Bilder legal nutzt, um Werbung für den DreieichCon zu machen, da jedenfalls das Herunterladen der Bilder verboten ist. Und der Teilen-Button hilft nur bei Social Media…

Anyways: Was macht die Dreieich aus, und was unterscheidet sich zum Beispiel vom Feencon, der etwa gleich groß ist, oder vom deutlich größeren Nordcon? Die Location ist ziemlich gut für einen Con geeignet, zahllose Räumlichkeiten und die gesamte Stadtbibliothek geben reichlich Gelegenheit zum Spielen. Allerdings ist der Con auch schon ziemlich an der Belastungsgrenze: Es gibt auch viele Räume, in denen Tisch an Tisch steht und der Lärmpegel eher belastend ist. Aber so allerhand ist einzigartig: Zum Beispiel das ab 16:00 Uhr geöffnete Cafe, in dem die anwesenden Promis (also Autoren, Diskussionsteilnehmer, Workshop-Vortragende, etc) nach ihrer Veranstaltung jeweils noch eine Stunde bei Kaffee und Kuchen zur Verfügung standen, um zu plaudern, signieren und Fragen zu beantworten. Das war eine höchst gelungene Idee, und der erste Kaffee/Latte war auch noch umsonst und der Kuchen lecker. Ebenfalls hat mir gut gefallen, dass die gesamte Orga entspannt und gut vorbereitet wirkte, alles klappte (aus Besuchersicht) wie am Schnürchen, und Christian hatte mitten im Getümmel Zeit für einen längeren Plausch: Der muss ein tolles Team haben.

Workshop, Workshop, da war doch noch was: Ich habe mir zum ersten Mal in meinem Leben einen Verlagsworkshop angesehen, konkret Uli und Ömel bei der Vorstellung des Splittermond-Produkthorizonts. Das hat mich mit Splittermond endlich versöhnt: In meiner aller aller ersten Splittermond-Runde (das war ein früher Alpha-Test, bei dem es noch keine Magieregeln gab – die wurden erst am Nachmittag des selben Tages freigegeben) wollte ich (bei völliger Settingunkenntnis, damals hatten wir ja noch nichts) einen Gnom spielen, der eine Reitwespe nutzt. Das ging nicht. Jetzt, wo der Bestienmeister-Band erscheint, geht das endlich, hat Uli gesagt. Nimm das, Chris Gosse. IN YOUR FACE! Wespenreitende Gnome sind awesome!

Quendan und Vash auf der Dreieich

Quendan und Vash auf der Dreieich

Und Uli in Persona zu treffen ist ein Vergnügen, dass man viel zu selten hat. Das dachte sich auch Vash, der die Tanelorn-Sammlung organisiert hatte, die hier feierlich übergeben wurde. Von soviel Wohltätigkeit übermannt habe ich schnell ein Foto gemacht.

Ansonsten ist es mir gelungen, endlich mal mit den Voigts zu sprechen – den legendären Fate-Evangelisten des tiefen Westens. Die sich als ausgesprochen unpastoral, nett und lustig erwiesen und jetzt mal zum spielen gehijackt werden müssen, sobald sich die Gelegenheit ergibt. Ich bin ja nicht gerade mit Leuten gesegnet, die Fate für mich leiten würden, muss ich sagen (vermutlich weil ich ein anstrengender und nerviger Spieler bin, aber hey, das wissen die ja nicht 🙂 )- da wären die Vögte hoch willkommen.

Außerdem bin ich jetzt endlich stolzer Eigentümer eines Private Eye-GRWs. Der Kauf war für mich ein schwere Geburt, vermutlich aus Snobismus. Soweit ich es beurteilen konnte, war PE (anders als z.B. Gumshoe) kein System, welches besondere mechanische Komponenten hat, um einen Kriminalfall bespielen zu können – es handelt sich eher um ein klassisches Mainstream-Produkt, dass nur auf ein Setting in der Sherlock-Holmes-Ära angepasst wurde. Und was bitte möchte ICH mit einem Mainstream-System? Aber gerade die Anpassungsleistung auf die Zeit von Sherlock ist inzwischen (wir sprechen von der 5. Auflage) wirklich gut – ich denke, die Lektüre der Settingteile wird sich sehr lohnen. Zudem hat mir „Die sieben Abschiedsbriefe des Mr. Pomeroy“ gut gefallen.

Dann war da noch die Sache mit der Jules Verne-Kopie, äh legendären Phileasson-Kampagne. Ja, selbst ich habe mal DSA gespielt, und exakt diese Kampagne damals  geleitet. Heute erinnert sich Kampagnenautor Bernhard Hennen (inzwischen ein bekannter Autor von Fantasy-Bestsellern wie „Die Elfen“) an diese Zeit und widmet dem ganzen einen Romanzyklus, den er zusammen mit Robert Corvus verfasst. Die Hardcore-DSA-Nerds aus Dreieich haben dazu ein interessantes Panel gehabt, bei dem auch die DSA-Größen Lena Falkenhagen und Tom Finn sowie die aktuelle DSA-Chefin Eevie Demirtel und Dominic Hladek teilgenommen haben. Lena und Tom haben die Simyala-Triologie geschrieben, die Bernhards Elfenideen aufgegriffen hat und von Dominic stammt ein aktuelles Abenteuer zu den Dunkelelfen, das sich auf die gleichen Wurzeln bezieht. Moderiert von DSA-Oberfanboy Christian de Ahna, dem es gelang, diesen sehr unterschiedlichen Generationen von DSA-Machern spannendes zu entlocken: Ein Highlight für mich, obwohl ich kein großer DSA-Fan bin. Alleine der Blick in die Genese unseres Hobbies war den Trip schon wert.

Es war also ein lohnender und ereignisreicher Con, auch wenn ich nicht gespielt habe – eine klare Empfehlung!

 

Neues zu rollenspiel-cons.info

UPDATE 11.10.2016: Die Weiterentwicklung von spielerunde.org wurde überraschend eingestellt und der Betreiber nicht mehr erreichbar. Leider hatte ich auch den Domainnamen rollenspiel-cons.info übergeben – der ist also weg. Ich empfehle daher jetzt das Spielerverzeichnis, das seit Ende September auch Cons listen kann.

Der eine oder andere von euch nutzte (hoffentlich, das war viel Arbeit) meinen Rollenspielkalender, der unter rollenspiel-cons.info zu finden war. Den gibt es in dieser Form nicht mehr.

Statt dessen ist er in Spielerunde.org aufgegangen. Spielerunde.org ist ein neuer Versuch, Spieler (von Brettspielen und Rollenspielen, Larp, Sammelkarten, Tabletops) zusammenzubringen. Sowohl örtlich als auch online kann man Personen suchen, die in etwa das gleiche Interessenspektrum haben.

Und wer gleichgesinnte sucht, der sucht vielleicht auch Orte, wo er sofort ein paar mehr davon finden kann – also Cons. Ich finde daher die Con-Übersicht an dieser Stelle gut aufgehoben – rollenspiel-cons.info zeigt auch sofort auf die als „Termine“ bezeichnete Liste der Cons.

Da ich gleichzeitig sehr unzufrieden mit der Software von rollenspiel-cons.info war, ist so eine sehr brauchbare Lösung für uns alle daraus geworden, die von Philip aktiv weiterentwickelt wird.

Rollenspiel Cons mit Freikarten

Wie der eine oder andere weiß, betreibe ich unter www.rollenspiel-cons.info eine Seite, in der die Conventions aufgelistet werden – mit eine Karte, einem Kalender usw. Gleichzeitig werden alle Einträge auch in eine Facebook-Gruppe gepostet, die sich inzwischen einer ganz erfreulichen Teilnehmerzahl erfreut.

Isabell hat jetzt den ersten zehn Kommentatoren Ihres Hinweises auf den Burg-Con in Berlin Freikarten versprochen. Wollte ich nur mal so erwähnen, weil ich es eine tolle Aktion finde! Noch sind übrigens Freikarten zu haben…

Das Wochenende und die Feencon

Puh war das anstrengend! Freitagabend in Hamburg Reign Artesia spielen und dabei verdammt viel Spaß haben, anschließend nach Hannover 3 Stunden schlafen und ab nach Bad Godesberg zum Feencon.

 

Die Ankunft war dann pünktlich und der Service gut. Es waren 2 Kassen aufgebaut um den Besucherandrang schnell zu bewältigen und das hat mir wirklich gut gefallen!!! Der Con glänzte auch wieder durch sein Außengelände und die Mühe der Orga.  Der bei mir mitgefahrene Jens wurde als Mitglied des Zombiapokalypse Team geradezu hofiert und ich gefragt, was ich denn leiten würde und warum ich Eintritt gezahlt hätte, wenn ich leite.

Egal, ich wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht ob ich etwas leiten würde, wollte mir erst einmal das Angebot zu den Runden ansehen, bevor ich mich entscheide. Schließlich wurde ich vom Alex überredet eine Runde PDQ!# auf Thea der 7te See Welt zu leiten und fand mit Daniel und Rieke auch noch zwei glänzende Mitspieler.

Die Runde wird schon mal unter gut verbucht.

Anschließend habe ich den Mittelaltermarkt und die Lokation genossen um schließlich ein wenig bei der Nerf Zombiapokalypse zu helfen und Spaß zu haben. Dort traf ich dann den Jan und geriet mit ihm und einigen anderen Rollenspielern in eine nette Diskussion über Rollenspiele.Anschließend bot ich Jan und Stefan an, eine weitere Runde PDQ zu leiten. Schnell die Runde angemeldet und noch 2 weitere Mitspieler bekommen.

Ich war zum Anfang ein wenig skeptisch, weil die Spieler weder das Genre noch das System kannten, doch die Runde legte mächtig los und profitierte von meinen 2 Buddies, welche sich mit den Genre auskannten und ordentlich Rock`n Roll schrien, was die beiden Neulinge ansteckte und zu einem tempogeladenen Abenteuer voller schräger Charaktere und mit ordentlich Einsatz von Stilpunkten sorgte. Besonders Stefans verzweifelte Versuche  seine Stilpunkte loszuwerden und die daraus resultierenden Fanmailfluss sorgte für den einen oder anderen Lacher, auch die anwesende Dame spielte ihre Adlige recht hinreißend und blühte während des Spieles immer mehr auf.

Das war ganz großes Kino!

Anschließend noch den Tequila nett klargemacht, das ich keine Zeit habe um mit ihm Tokio beim Brettspielen zu  verwüsten.  Ich musste doch zeitig zum Ralf um eine Runde D&D4 von eigenen Gnaden auf Aventurien zu spielen, die bis 5 Uhr ging. Nach 4 ½ Stunden Schlaf auf den Weg nach Hause, weil ich um 15 Uhr in Kiel spielen sollte, doch ich benötigte satte 9 Stunden um nach Hause zu kommen und hatte dann keine Muße um zu spielen.

Diarys zu Reign und der D&D4 Runde folgen.

Feen Con Olè!!

Heute Abend die Eroberung des Mannon Mole in Hamburg spielen und morgen früh ab nach Bad Godeberg um auf dem Feencon zu zocken.

Im Gepäck habe ich Bud&Terence für einen Praxistest mit dem Moritz und PDQ!# Sharp falls mir langweilig wird.

Da der Laptop mit ist kann man im Notfall noch ca. 80 andere Systeme bei mir Testen….

 

Wer also Lust hat kann mich dort mal in Farbe sehen und einen Schwatz halten.

Warten auf ein Diary…

Am Sonntag nach der H! Spielt hatte ich das außerordentliche Vergnügen, mit ein paar Spielern aus Hannover eine gepflegte Runde zu spielen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, auch wenn zwei Spieler aufgrund meiner Weise zu leiten vielleicht etwas wenig Spotlight bekommen haben. Ich musst zum Ende des Abenteuers aufgrund eines etwas zähen Startes scharf scripten, wodurch Boni zu wenig Spotlight bekommen hat.

Ich hoffe auf ein baldiges Diary, welches mir versprochen wurde und arbeite für mich zur Zeit die verschiedenen Aktionen der Spieler aus, die mich angenehm überrascht haben. Es war für mich ein Selbstläufer und die Gruppe hat zum Teil selber dafür gesorgt, dass die Geschichte mit ihrem Konfliktpotential voll aufgegangen ist.

Was mich bei der Gruppe am meisten fasziniert hat war die extrem intensive Auseinandersetzung der Spieler mit dem moralischen Dilemma: „Was darf ein Kind, das als Hoffnung der Ritter betrachtet wird alles machen und wo zi9ehen wir unsere moralischen Grenzen?“

Es war eine Freude zu sehen, wie der Spieler des Anführers mit seinen inneren Konflikten gekämpft hat und von einem unglaublich aufgeweckten Kind immer wieder den Spiegel seines eigenen Verhaltens vorgehalten bekam. Aber auch der Bruder, der immer wieder vor ihren großen Kulleraugen kapitulierte zeigte,  ganz großes Kino. Einzig eine wirklich bedeutsame Situation in der ein Kind mit besonderen Kräften in der Entwicklung betäubt worden war, nachdem es einem Entführer befohlen hatte, das andere Kind mit zu nehmen ist an der Unruhe und teilweise dem Aktionismus der Gruppe gescheitert, was im Nachhinein aber für mehr Drama und mehr Konflikte gesorgt hat.

Ich freue mich auf eine eventuelle Fortsetzung.

Fun Con in Lübeck 13 bis 15 Mai 2011

Eigentlich ist es ja etwas vermessenen von einem Con zu sprechen, aber ich nehme den Namen einfach mal so wie er ist und mache Werbung für dieses Ereignis, an dem ich seit seinem ersten Bestehen teilnehme.

Dem Fun Con

Der Con in der Nähe von Lübeck findet stilecht im alten Lübecker Pesthaus statt und verfügt über Platz für lockere 8 Runden. (das kann man noch ausweiten)Der Preis beträgt 10 Euro für eine Tageskarte und 35 Euro für das Freitag bis Sonntag Paket. Allerdings ist in dem Paket für 35 Euro auch Frühstück, Mittag und Abendbrot, ein echtes Bett (nicht in einer Turnhalle) im Jugendherbergs Stil und die Getränke mit enthalten. Wenn ich das mit den normalen Nebenkosten für eine Con vergleiche, dann ist es sozusagen ein Schnäppchen.

Falls der MSch und die Alyne wieder kochen kann man auch von wirklich guten Essen ausgehen.

Ich habe für diesen Con eine Reign Aventurien und eine Liquid Western Runde angesagt und werde vor Ort entscheiden, was ich sonst noch so spiele oder leite.

Wenn also einer von Euch Interesse hat, dann sollte er sich den Termin mal freihalten.

Jörg auf dem Morpheus Con

Vor mittlerweise 8 Tagen war ich mit dem Kamillo auf dem Morpheus Con und hatte dort das Vergnügen zu verweilen und spielen.

Die Lokation ist mit der U-Bahn oder dem Auto gut zu erreichen und was mich besonders positiv überrascht hat war das Verzichten auf Eintritt. Die Spielleiter haben statt der Erstattung des Selben aber Gutscheine fürs Essen bekommen.

Die Klos waren sauber, die Preise moderat, Bedienungen nett. Im Haus herrschte Alkohol und Zigerettenverbot, was ein Bier zum Spiel unmöglich machte und ich nicht ganz nachvollziehen kann. (Ich habe eigentlich noch nie besoffene Spieler oder Runden auf Cons erlebt) Das mit den Zigaretten ist eigentlich normal, aber immer noch positiv.

Das Angebot an Spielrunden war ein bunter Mix aus DSA, Chulrulu, Chultulu Now und einigen anderen Systemen. Ich habe mich für eine Runde Savage Worlds auf den Vergotten Realms entschieden und war mit der Runde so zufrieden, dass ich da auch noch ein Diary zu schreiben werde.

Danach gab es die Western City Runde von der Tequila schon geschrieben hatte und der Kamillo noch ein Diary online stehen will, das ich dann nachreiche.

Fazit ein netter Con, dem ich dem geneigten Besucher nur empfehlen kann, weil ich mich dort sehr wohl gefühlt habe.