Die Eroberung des Mannon Mole Teil 2

Dies ist das Diary zur zweiten Runde der Gruppe, die in Hamburg stattfand und durch einen der NSC aus dem Baroniespiel gewürzt wurde. Der Spieler (JollyOrc) hatte sich bereit erklärt mir beim etablieren eines Plots zu helfen und sich ins Spiel einzubringen um meinen Ideen zum Spiel neuen Auftrieb zu verleihen.

Die Runde fand in Hamburg beim Karsten statt und ich muss sagen, dass der menschliche Faktor bis auf eine Störaktion während eines Spotlights von Ludovico und einer SEHR harschen Reaktion von mir darauf echt traumhaft war. Alle Spieler sind sich hoch sympathisch und so hoffe ich auf eine lange und ergebnisreiche Kampagne.

Zum Geschehen:

Nach einem kurzen Vorgeplänkel schmiss ich Gunnar mit seinem neuen Charakter Dyrek of Berrinia direkt ins Feuer und ließ ihn mit dem Baron Galbroke von Berrina interagieren. Der Baron ließ sein Protegee auch gleich mal ein paar Informationen einholen und einen Trupp für die Reise ins Mannon Mole bestellen. Dyrek agierte klug und nahm einen Trupp gut ausgestatteter leichter Reiterei, welche die Strecke mit den beiden Protagonisten schnell schaffen sollte.

Während dessen trat der gute Jens mit seinem Charakter Reynar of Falliwell in Erscheinung und machte damit aus einem NSC der letzten Runde einen Protagonisten. Er unterhielt sich mit seinen beiden Vorgesetzten und sie planten einiges für die Zukunft der Burg. Conrad Nagria erklärte sich bereit nach Redwall zu reisen und ein paar Leute aus der Stadt zu rekrutieren, die dieser aufstrebenden Gemeinde mehr Ackerfläche, Bier und bessere Häuser bescheren sollten. Außerdem sollte er einen Islik Priester überreden etwas Geld für die Suche nach dem Tempel springen zu lassen.

Olli ließ seinen Charakter losmaschieren, obwohl er wusste, dass 2 neue Charaktere auf dem Weg zur Gruppe waren und er dadurch weniger Spotlight haben würde. Das hat mir sehr imponiert.

Auf dem Weg nach Bluewall traf er auf den Baron und Dyrek. Der Baron ließ seinen Protègè von der Leine und den ersten Kontakt mit einem der neuen Machthaber hier in der Gegend machen. Conrad stellte sich dabei nicht gerade diplomatisch an und der Baron fand ein paar belustigende Worte für sein Protegee, die in einer Runde mit Fanmail nach Belohnung geschrienen hätten.

Conrad lies eine Brieftaube nach Hause fliegen um die hohen Gäste anzukündigen und machte sich weiter auf den Weg nach Redwall. Während Bran sich eine Weissagung bezüglich des Tempes von Islik machen ließ und ein paar kryptische Worte bekam, die später noch an Bedeutung gewinnen sollten.anschließend machte er es besser als Conrad und kam seinen erlesenen Gast entgegen. Natürlich auch um ihn bei bösen Absichten nicht in die Mauern der Heimat lassen zu müssen. Als erstes schickte er seinen Champion Reynar los, der sein smpathisches Äußeres mit einer Charaismatik Mask verstärkte und auf die nahenden Truppen einen unglaublichen Eindruck machte.

Bran tischte recht fein auf und verhielt sich nach allen Regel der Etikette hervorragend. Nach einem kurzen Palaver nahm Bran seine Gäste mit auf den Weg in die Heimat und richtete dort ein kleines Festbanket aus, nicht ohne von dem Baron einen gestopften Schwan, den dieser herbeiempowert hatte zu essen. Reynar versuchte während dessen eine der Reiterinnen aus dem Gefolge des Barons klar zu machen und versagte trotz seiner Charismatic Mask. Er fing sich ein Lust Binding ein, und begehrt diese Frau jetzt aufs äußerste.

Ich schnitt zu Conrad, der in Redwall Leute anheuerte und dabei einigen Erfolg hatte. Schließlich ließ ich einen Anhänger des Gottes AMAYMON, den er gleich zu rekrutieren versuchte, dabei aber patzte. Doch zumindest der Kontakt und die Möglichkeit zu Aufträgen gegen Bezahlung sind da.

Während dieser Szene gab es die von mir am Anfang erwähnten Störungen auf die ich so extrem reagiert habe. Danach wurde die OT Unterhaltung in die Küche verschoben. Nicht unbedingt etwas, was ich gut finde, weil die Spieler dabei den Plot nicht folgen können, aber es war ruhig. In der Küche wurde dann auch noch ein Witz gerissen, wann mein erster weiblicher Schlampen/Arschtreter SLC kommen würde und die Spieler sollten nicht lange warten müssen.

Nach dem nächsten Schnitt kam also Chloe of Nomath ins Spiel:

Chloe bollerte voller Kraft gegen das Tor der Befestigung und ihre mit Runen verzierte Rüstung glänzte im Abendlicht. Der Baron von Berrina kannte Chloe und ihr Temperament und es kam zu einer sehr spontanen und leidenschaftlichen Begrüßung. Chloe war im Old Beer Fort um Verhandlungen zu starten. Ihre Stadt war inmitten der Watchtower die wirtschaftlich potenteste, aber der Handel litt unter den Steuern der diversen Könige zur linken, die König Euwen Derc Jaraslas anhingen oder den Königen zur Linken, die dem Lord Galrode von Redwall verbunden sind und für ihn erbarmungslos Zölle einfordern um seine wirtschaftliche Macht zu festigen.

Baron Berrinia warnte die Gruppe vor Chloes überschäumenden Temperament und sie ließen sich auf Verhandlungen ein, die damit endeten, dass Nomath 300 gut ausgerüstete Wachen mit Kettenhemd und Schild zur Verfügung stellte und einen Weg durch das Moor bauen wollte um die Zollschranken und eventuelle Seeblockaden zu umgehen.Dafür würden die Herrscher des Old Beer Fort von der Stadt keinen Zoll nehmen und ihr im Falle eines Angriffs beistehen.

Es gab einen Schnitt und ich sprang zu Conrad, der vom Gwynnefryd dem Champion des Lord of Redwall am Tor der Stadt drangsaliert wurde. Conrad schaffte es trotz einer fetten Platzwunde (blindet) über dem Auge den Champion zur Seite zu reiten und mit seiner Truppe und den Handwerkern zu fliehen.

Wieder zurück bei den Verhandlungen ging es hoch her, denn Bran versuchte dem Baron ein paar Truppe aus dem Kreuz zu leiern und Chloe übte auch Druck auf den Baron aus um ihn zum Abstellen von Truppen zu verpflichten, aber der Baron blieb standhaft und Chloe machte Dyrk zum Anführer ihrer Truppen um den Baron enger an sich zu binden.

Das war von mir gezielt so eingerichtet worden, denn Gunnar sollte mit Dyrk ein Machtfaktor in der Gegend werden, den anderen Charakteren auf Augenhöhe begegnen. Mit Reynar hingegen habe ich noch keine aktuellen Pläne, der soll laut seinem Spieler Jens erst einmal der loyale Gefolgsmann bleiben.

Der Baron bekam von mir nach den Verhandlungen ein Problem aufgehalst, der Lord von Redwall mochte ihn nicht mehr, jetzt wo er die Leute in seinem Hinterhof unterstützte und der Stadt Normath einen zollfreien Weg ins Königreich HUELT sicherte. Das brachte mich auf die Idee, an dem Abend noch etwas zu eskalieren, wenn die Umstände stimmten.

Chloe wurde noch von Reynar bearbeitet, doch dank eines persönlichen Giftes war sie immun gegen seine Schmeicheleien und reiste wieder ab. In der glitzernden Morgensonne fiel Reynar auf, das ein Fenster in der glitzernden Morgensonne so etwas wie eine Karte auf einen Tisch warf. Reynar, Sohn eines Kartographen wurde neugierig und putzte das Fenster um die Karte besser sehen zu können. Doch es dauerte einige Tage, bis er die Karte fertig stellen konnte und Dyrk schlich sich eines Morgens neben ihm um das Werk zu bewundern. Aber Dyrk ging nicht zum Baron um ihn die neue Info kund zu tun. Er sicherte seinen Posten und das Vertrauen in ihn, indem er ruhig blieb und das Geheimnis wahrte.

Derweil machte sich der Baron zu Berinnia auf den Heimweg und entdeckte eine Falle. Doch der Anführer der Reiter machte einen folgenschweren Fehler und ließ die Falle stürmen. Er hatte wohl am Abend vorher zu tief ins Glas geschaut. Eine Lawine begrub einen Teil der Truppen und schloss den Pfad in diese Richtung ab. Der Baron blieb bei seinen Männern und das obwohl er dachte, dass ihn das in Gefahr bringen könnte. (Der Spieler wusste es auf jeden Fall)

Nachdem alle lebendigen Gefolgsleute geborgen worden waren und die Toten verbrannt wurden, wollte sich die Truppe auf den Weg in die Heimat machen und wurde eingekesselt. Hinter sich die Mauer aus Steinen, vor sich die Pikiniere des Lord of Redwall versuchte der Baron zu fliehen, konnte aber aufgrund seines fortgeschrittenen Alters nicht gut genug reiten um es zu schaffen. Er erdacht sich eine Taktik und setzte einen Esoteric Path ein um die Truppen zu pushen, aber die Macht des Schicksals (oder besser gesagt meine Würfel) waren gegen ihn und das obwohl ich mich verschätzte und den Champion die falsche Incantation sprechen ließ, welche ihm Bonus im Wettbewerb lieferte aber nicht die Truppen vor Angst schützte.

Egal, der gute Baron hatte beim Wurf kein Glück und ich schon. Seine Truppen wurden überwältigend geschlagen und ein Großteil überlebte nur, weil der gute Baron sich opferte und in de Gefangenschaft begab. Dem Baron wurde eine seltsame Kette umgehängt, welche ihn am weglaufen hindern sollte und er ritt mit Gwynnefryd nach Redwall.

An dieser Stelle verließen uns Gunnar (Dyrk) und der JollyOrc (Baron Darriwell), weil es schon recht spät war.

Karsten plante viel und schließlich ließ er Bran seine Freunde Reynar und Conrad in Sturmkrähen verwandeln, was ein super Einfall war, denn die 17 Krieger der Sturmkrähen, die auch zu diesem Trick in der Lage waren schlossen sich voller Begeisterung an um den Baron und Gwynnefryd vor der Stadt abzufangen. Reynard versteckte sich gut und enthauptete Gwynnefryd mit einem Hieb von hinten um den Baron frei zu bekommen. Doch das Halsband erwies sich als sehr gefährlich und tötete die beiden jungen Helden fast. Auch eine Hexe die das Halsband entfernen sollte schaffte es mit ihren 9 Würfeln nicht und starb bei dem Versuch.

Also flohen die Freunde voller Zorn vor den anrückenden Truppen des Lord von Redwall und ritten nach Hause. (Nicht ohne vorher den Leichnam geplündert zu haben)

Es gab noch ein paar Planungen und Ansätze, bevor ich die Runde beendete, weil ich am nächsten Tag arbeiten sollte (4 Stunden Schlaf sollten es dann schon sein)

Das Baroniespiel

Das Baroniespiel brachte Heute folgendes Ergebnis. Der Baron von Berinnia schaffte es aufgrund Würfelglück und guter Planung den Lord von Redwall mit sich zu versöhnen. Er wird einen Monat beim Lord als Freund und Gast bleiben, aber der Gruppe langsam und sicher den Geldhahn abdrehen um den Lord nicht noch weiter zu beeinflussen.

Die beiden anderen Lords werden hoffentlich in der Woche aktiv und sagen, wie sie agieren wollen.

Artesia Reign Crossover das Baroniespiel nimmt an Fahrt auf.

Freitag ist es so weit, die Kampagne geht in ihre zweite Runde. Dieses Mal habe ich als Gastspieler den Jolly Orc gewinnen können, der mit dem Baron Galbroke von Berrina für Leben in der Geschichte sorgen wird.

Der Jolly Orc ist einer der Spieler, die mit mir netter Weise so eine Art Baronie Spiel betreiben werden um die Machtfraktionen der Known World lebendiger darzustellen. Sein zeitiges Eingreifen ermöglicht es mir, die Handlung nach dem Tutorial zu eskalieren und den von ihm dargestellten Baron aktiver in meiner Welt zu etablieren. Das bietet mir einen einen NSC mit Zielen jenseits meiner manipulativen Handhabung des Spieles und sorgt hoffentlich für mehr Überraschungen.

Ich bin gespannt, wie es sich macht, wenn ein Major-NSC mal von einem aktiven Spieler in Szene gesetzt wird und ein wenig das Haus rockt.

Ein Hintergrund für meine Reign-Artesia Kampagne

Den Hintergrund hat der Olli eingesendet um mir eine Freude zu machen (und einen EP abzugreifen).

 

Conrad Nagria

Da stand ich nun im Thronraum unter all dem anderen Gefolge und sah zu, wie Bram mein Bruder im Verderben in sein Unglück gestürzt wurde. Gleichzeitig sah ich den Baron von Gallos, den Mann, dem ich seinen wertvollsten Schatz nahm – eine Bürde, die ich mir und Bram auflastete, obwohl alleine ich es war, dem eine einfache Demütigung nicht genug war für all die Schmach, die ich erleiden musste durch Oswik Gallos Hand.

Was sollte ein guter Freund und Komplize in so einer Situation fühlen? Ich weiß es nicht. Ich fühlte Erleichterung und hämische Freude darüber, dass es nicht mich traf.
Doch lasst mich, werter Leser, etwas früher beginnen, wie eine solche bösartige Kreatur wie ich sie bin, überhaupt entstehen konnte.
Manche Saat zeugt nur giftiges und stacheliges Gestrüpp. Diese Gewächse sind aber leicht auszumachen. Gefährlich sind jene tückischen Kräuter, die ihr Gift und ihre Dornen hinter schönen Blüten und vollen Blättern verbergen.
Die Saat, aus der ich entstanden bin, konnte gar nichts anderes als solche Kreaturen wie mich und meine Geschwister entstehen lassen. Lord Theodred Nagria, ein ehemals unbedeutender Adeliger, der gut und klug geheiratet hat und sich so die Lordschaft erschlich, entstammt einem Geschlecht, welches sich seit Generationen der Suche nach nützlichem und profitablem Wissen widmete und auch hie und da Aufgaben übernahm, die in gewissen Kreisen als moralisch äußerst verwerflich gelten würden.
Mein werter Vater verkörpert all die Eigenschaften, die zur Erfüllung dieses Erbes notwendig sind und sein Ziel war es stets, sie an sein eigen Fleisch und Blut weiter zu geben. Theodred heiratete klug und geschickt die dritte Tochter des Lords Nagria. Interessanterweise verstarben oder verschwanden meine älteren Onkel und Tanten mütterlicherseits alle alsbald nach der Hochzeit. Die Götter hatten den alten Lord schwer gestraft, aber da war noch seine jüngste Tochter Lilian, deren Gatte sein Erbe antreten konnte.
Gesichert durch diverse persönliche und diskret zusammengetragene Informationen festigte mein werter Vater seine Stellung als Lord Nagria. Auch die Ehe war reich gesegnet und drei Sprösslinge gab es an der Zahl, wobei ich der dritte war.
Gerne würde ich die anderen beiden hier nur erwähnen, doch spielen sie nach wie vor eine große, wenn auch unrühmliche Rolle in meinem Leben.
Mein werter Vater ist getrieben von dem Gedanken, dass Rivalität und Kampf förderlich für die Stärkung des Charakters, des Geistes und auch des Körpers ist. Bei einem Ritter mag sich dies in Wettkämpfen und dem Versuch, sich bei Schlachten und Kriegen bei der Anzahl der erschlagenen Feinde zu bieten, ehr- und ruhmreich erscheinen. Doch bei einer Familie aus Spionen sieht ein Wettstreit anders aus.
Vater spielte meine älteren Geschwister Colin und Silga und mich geschickt gegeneinander aus. Er belohnte jene, die die finstersten Geheimnisse über die jeweils anderen herausfanden und bestrafte die Friedfertigen unter uns. Vor allem Silga hatte zu leiden. Sie ist eine sanftmütige Blume und kommt ganz nach Mutter. Als sie ins heiratsfähige Alter kam, machte ihr ein Mann mit leeren Taschen und wenig Einfluss den Hof, doch Vater wünschte sich eine politische Hochzeit mit einem gutsituierten einflußreichen Adeligen (der zudem aufgrund seines Alters kurz vor dem Ableben stand). Leider hatte Silga ermutigt durch die närrrisch romantischen Vorstellungen unserer Mutter eine andere Ansicht und ehelichte ihren Geliebten heimlich.
Als Vater davon erfuhr, war er außer sich vor Zorn. Voll Wut versprach er mir, seinem bevorzugten Sprössling, der im Gegensatz zu seinen unbegabten Geschwistern ein wahrhaftiger Freund der Schatten ist, sein Nachfolger zu sein. Ich war noch sehr jung, aber mein Blut war bereits gezeichnet von Trickserei, Täuschung, Verrat und allerlei nützlichen Dingen, von denen all die ehrenhaften Rittersleut nichts wissen wollen und was sie verachten, es ihnen aber wieder und wieder ihre kostbaren Leben und Lehen rettet.
Ich fädelte ein kleines Ränkespiel ein. Ich tat dies nicht einmal wegen der versprochenen Belohnung, sondern es ging mir stets um die Anerkennung meines Vaters. Als dann all die Zeugen bezahlt und die Beweise gelegt waren, informierte ich Silgas Gatten heimlich von einer Beziehung mit einem fremden Manne. Der Plan war perfekt durchdacht und so kam es, dass vor Wut zeternd und entehrt er sie verließ. Bedauerlicherweise war der Plan an sich perfekt, doch bei den Nacharbeiten war ich schlampig und alsbald fand sie heraus. Nicht genug damit, sie verriet es auch noch Mutter, welche mit Kummer und Gram zusehen musste, wie ihre romantischen Träume von einer Familie in den Staub getreten worden waren und nun auch noch ihresgleichen unter betrügt. Von da ab war unsere Beziehung immer etwas kühl, um es vorsichtig auszudrücken.
Mein lieber Bruder Colin hingegen, ist ein feiner Bursche und wir sind beide aus dem selben Holz geschnitzt. Ganz im Gegensatz zu Silga, die zu weich und zu schwach war, waren unsere Kämpfe stets von Respekt und Hochachtung vor der Persönlichkeit und den Fähigkeiten des jeweils anderen gezeichnet. Er hat noch immer so eine Art Loyalität in diversen Menschen zu wecken. So scharte er eine Gruppe Jugendlicher um sich, die ihm stets gehorchten. Darunter war auch ein gewisser Leon, ein Taugenichts, der leider sehr charmant sein konnte. Diesen Charme spielte er bei meiner damaligen Angebeteten aus und verbreitete lästerliche Gerüchte über mich, auf dass die holde Dame, deren Namen nicht interessant sein soll, mich nicht mal mehr ansah.
Dem werten Leser mag bewußt sein, dass ich außer mir war vor Zorn und als ich ihn eines Abends allein stehen sah, ließ ich meinem Gefühl freien Lauf und streckte ihn nieder. Leider wußte ich nicht, dass er für Colin aufpasste, als dieser einen Auftrag Vaters ausführte. Es ging um die Vergiftung eines reichen Händlers, der sein Geld in die falschen Geschäfte investiert hatte. Colin vollführte den Auftrag bravourös, aber es wurde Leons Leiche entdeckt. Sein Name war bekannt und mit wem er sich rumtrieb auch. Zudem trat sein gewaltsamer Tod in der Nähe einer kürzlich verstorbenen wohlhabenden Persönlichkeit ein.
Vater lächelte und Colins Augen durchbohrten mich mit glühendem Hass, da er nun all seine Beziehungen und Kontakte spielen lassen musste, um sich diesem Dilemma zu entziehen. Vater befand, dass es vielleicht in aller Interesse wäre, wenn ich meine weitere Ausbildung am Hofe des Stone King abschließen würde. Es wäre meiner Gesundheit jedenfalls zuträglich. Leider leider informierte ihn keine seiner Quellen über Oswik.
So jedenfalls forderte er einige Gefallen ein und ich kam an den Hof des Stone King und schlußendlich stehe ich hier im Thronsaal – ein durch und durch giftiges Gestrüpp – vielleicht nicht ganz so giftig, denn bereits jetzt überlege ich, wie ich meinen und Brahms Kopf vom Beil des Henkers fernhalten kann.

Diary of Seasons: Die Eroberung des Mannon Mole

Vorwort:

Vor dem Beginn des Spieles sagten leider gleich 2 Spieler ab, so dass ich mit nur 2 Spielern in die neue Kampagne starten musste, aber ich sah das Ganze positiv, denn so konnte ich zusammen mit der Gruppe Erfahrungen in der Anwendung des Fluid Combat sammeln, der in dieser Kampagne statt des original Reign Systemes benutzt werden wird.

 

Und es hat sich gelohnt!

 

Mit den beiden Spielern als Startgruppe versuchte ich erst einmal ihre Charaktere und deren Familie nach den original Artesia Regeln zu erwürfeln. Der soziale Stand, das Sternzeichen und die Ticks, welche aus den Omen bei der Geburt entstehen machten es den Spielern leicht sich ihre Charaktere vorzustellen (glaube ich).

 

Olli hatte 2 Schwestern, die ihm beide skeptisch gegenüberstanden und eine Mutterm die ihn hasst. Der Vater ist ein Freund und die Mutter ein Rivale. Zusammen mit dem Hintergrund, dass seine Eltern Spione waren ergab das mit etwas Kreativität ein buntes Gemisch, welches ich später in der Kampagne schön in Szene setzen kann. Die Why o Why Tabelle rockt.

 

Karsten hat 6 Schwestern, alles Freunde oder gar Agenten, was den Hintergrund etwas langweilig macht, aber als einziger Sohn und damit Thronerbe ist ihm eine große Zukunft bestimmt. Dafür hat er bei den schlechten Omen zur Geburt richtig abgeräumt und gleich 4 davon ergattert, was für Farbe sorgen wird.

 

Beide Spieler haben versprochen, ihre Hintergründe hier in Kürze online zu stellen! [Anmerkung von Karsten: Das hab ich auch gemacht.]

 

Zum System selber: Ich spiele dieses mal hart an den Regeln und verzichte auf Gummipunkte oder ähnlichen Kram, damit das Spiel tödlicher wird und die Spieler es wirklich zu würdigen wissen, wenn mal ein Wurf neu gewürfelt wird. Schließlich kostet ein Re-Roll 1 EP! Gebaut wurden die Charaktere mit nur 80 EP, was reichlich Raum für Entwicklungen lässt.

 

Nach dem Vorgeplänkel und dem Vorstellen der Hintergründe gingen wir zur Tagesordnung über und die beiden Spieler verknüpften ihre Charaktere. Es war eine ware Freude ihnen dabei zu zu sehen, wie die Beiden mir Futter für spätere Probleme lieferten und ihre Charaktere gut verbanden. Die beiden waren von den anderen Kindern bei Hofe ausgegrenzt worden und hatten irgendwann den Sohn des zweitmächtigsten Mann im Reiche ermordet um in Ruhe gelassen zu werden. Dabei dachte jeder der Beiden, dass er wirklich Schuld an der Sache sein und der Andere ihm das mal aufs Butterbrot schmieren könne.

 

Also legte ich los, es gab eine Szene im Thronraum des Königs von HUELT, einem der letzten Räume, die noch mit einem Thron aus dem goldenen Zeitalter versehen sind. Den Charakteren wurde vom König ein Treueschwur (Oath Ritual) abgenommen, das durch den Thron richtig Bedeutung bekam. Die beiden Spieler haben jetzt ein Treue Binding gegenüber dem König und eine Duty, die ihnen Bonuspunkte bringt, wenn sie die Ziele des Königs unterstützen.

 

Dann ließ ich die Bombe platzen und der König eröffnete Bran Daliwell, das er ihn zum Lord von Old Beer Fort, einem verlassenen Wachturm im Mannon Mole machen würde. Dieses Land voller Gesetzloser und Aufrührer sollte eine Herausforderung für den jungen Lord sein. Conrad Nagria (Ollis Charakter) lachte sich über diese Aufgabe ins Fäustchen, doch er wurde zur Unterstützung des jungen Lords auserkoren und der König spielte auf eine mysteriöse Weissagung seiner Wahrsagerin an, die ich mit Insider Informationen würzte.

 

Nach dieser Situation gab es eine Essenpause bei der wir fleißig auf der Meta Ebene plauschten und die Beiden Helden bekamen ihre Truppen und das Geld um sie zu ernähren. Mit diesem Wissen machten sich die Beiden mit 7 Leuten als Verstärkung auf den Weg um die Berge zu erkunden, wo die alte Festung liegen sollte. Ich würfelte derweil die zu erobernde Festung und ihr Umland über die One Roll Citys aus und hatte ein paar lustige Ergebnisse.

Zum Beispiel ein paar Populsten, eine Silbermine, solide Stadtmauern und einen berühmten Tempel (den ich in die Vergangenheit setzte und als verschollen vermerkte).

 

Ich würfelte für die ersten Tage der Reise und erhielt eine 10, ein positives Treffen. Also etablierte ich meinen ersten SLC, der Heute noch ein wenig farblos blieb. Es ist ein Islik Priester, der den Tempel sucht und dem Jungen Bran später beim Erlernen der Hermetischen Fertigkeiten helfen soll.

 

Karsten experimentierte mit seinem Incatation of Making und verwandelte Ollis Charakter in eine Katze, was den Beiden so einiges an Wissen brachte.

 

Die Gruppe suchte den weg zu der alten Festung und fand dort eine lebendige Kommune. Diese war gegen Adlige und den Klerus, es war eine echte Genossenschaft! Brüder unsere Heutige Aufgabe ist es den Plan des Monats in die Tat umzusetzen.

 

Ja, Kommunisten auf der Known World!

 

Es kam schnell zu Ärger und die Kommunisten griffen den Priester an, die Truppen der beiden SC mischten sich ein und es entstand ein wilder Kampf. Hier zeigte sich, wie sehr der Fluid Combat dem normalen Kampf überlegen ist, man konnte mit den Charakteren so richtig etwas wegrocken, die Aufteilung des Schadens in verschiedenen Wirkungen rockt wirklich und macht das Ganze viel schneller. Ein paar Diskussionen über Regeln gab es aber trotzdem und das war auch sehr gut, weil die Regeln dadurch enger definiert wurden und bei allen besser saßen.

 

Nach dem Kampf überredeten die Helden die Bewohner, das sie bei ihnen blieben und stockten so ihren Bestand an Gefolge und Soldaten auf. Nur den Anführer konnten sie nicht zum Schulze machen, weil die Würfel es so sagten.

 

Dann ging es auf der Meta Ebene weiter, die Schäden ausheilen und Pläne für die Expansion zu machen. Die Mauern der Festung wurden via Incantation of Making verstärkt und Pläne für einen Terrassenbau sowie den Beginn des Bierbraurens gemacht. Dazu benötigt man einen Spzialisten aus Therapoli und einen Kupferschmied nebst Baumeister. Den Spion, welcher die Lage unter den Untergebenen prüfen sollten brachten wir via Rückblende ins Spiel und dank eines wirklich guten Wurfes hat Conrad Nagria jetzt eine Kurtisane/Hure mit exelenten Fertigkeiten, die für ihn als Gefolgsmann die Ohren offen hält.

 

Bei der Suche nach dem Islik Tempel trafen die Spieler dann auf die Stein Krähen einen großen Clan, der von ihnen Tribut verlangte, die Verhandlungen schlugen fehl und auch eine Nachverhandlung brachte keinen rechten Schwung in die Sache, besser gesagt brachte sie einen Angriff, nach 7 Tagen, der für die Gruppe recht schlecht lief, weil sie sich nur auf die Company Rolls verließ.

 

Die Anhänger der einzig Wahren ARS Theorie mögen ab hier nicht weiter lesen!

 

Ich spulte einmal zurück und erlabte den Spielern sich besser einzubringen und ihre Fertigkeiten optimal zu nutzen. Karsten erwies sich dabei als äußerst beratungsresistent, was die Umwandlung seiner Zauber in Angriffssprüche anging. (In der Known World werden die Konflikte mit dem Schwert ausgetragen und Zauber unzterstützen dabei.) Doch nach einigen Hin und Her ging es, der Karsten nutzte seine Islik Invoctions und verbesserte über sein Invocation of Making seine Rütung um im Kampf gegen einen scher gerüsteten Gegner an zu treten und ihn schließlich zu besiegen. Hierbei muss ich sagen, dass der Fluid Combat etwas zäh war und erst durch die Sache mit den Schockschaden bei durch die Rüstung abgefangenen Treffern schneller wurde. Wir müssen uns noch ein wenig an das neue System gewöhnen.

 

Mit einem super Wurf auf Inspirieren schaffte Conrad es die verbliebenen Truppen der Gegner zur Hälfte unter den Befehl der Gruppe zu bringen und damit ihre Might/Henchmen auf 2 zu erhöhen.

 

Nach ein wenig weiteren Geplänkel auf der Meta Ebene machten wir um 4 Uhr Schluss und freuen uns auf das nächste Spiel. Das Feedback zur Runde war sehr gut und ich freue mich auf die Fortsetzung, denn ich habe trotz offenen Plot viele Möglichkeiten, wie die Spieler sich einbringen können und werde sie auch nutzen, falls die Spieler nicht Gas geben.

 

 

Fazit:

IMHO zu wenig Charakterspiel und Drama, aber das kommt in den Bergen halt nicht so gut zur Geltung. Dafür haben wir die Sandbox mit Leben gefüllt und einen Haufen Ideen, wie es weiter gehen kann. Das Drama kommt dan später von ganz alleine, wenn ich die Charakter besser kenne und sie wieder in der Zivilisation sind. Wenn die Handhabung des Fluid Combat besser sitzt, wird die Runde richtig rocken!

Lampenfieber denn meine neue Kampagne fängt an.

Es ist ja ein wenig ruhig um meine Blogpräsenz geworden, das Diary zur L5R Runde beim Ein will einfach nicht flutschen und ich habe privat beruflich so viel um die Ohren, dass der gute Xemiedes bestimmt denkt ich bin sauer auf ihn,m weil ich im Chat so kurz abgebunden bin.

Aber der Karsten ist ja auch mal da um den Blog am Leben zu halten, oder?

Aber so ist es bei mir, mit dem Nahen der neuen Kampagne verschiebt sich mein Fokus komplett und ich bin wie ein Kleinkind vor Weihnachten. Der Martin durfte das gestern auch ausbaden, als ich ihn zur Known World gelöchert und mit meinen Ideen zu der Kampagne im Skype genervt habe.

Meine Vorbereitung hat es dieses mal in sich, ich habe nicht weniger als 108 Companys benannt und mit einem Kopf versehen, die ich aus dem Regelwerk extrahieren konnte. Zusätzlich habe ich die Armeeen der Known World in Might Begriffe umgewandelt und die von Chaos Aptom vorgearbeitete Konvertierung der Artesia-Magie nachbearbeitet.

Ich habe nicht weniger als 126 Benannte NSC und 6 Parteien, die in einem C-Web miteinander konkurrieren. Allerdings muss ich dagen, dass ich nicht alle NSC bis ins Detail ausgearbeitet habe, oft sind es mehr ein paar Namen und eine Argenda. Ähnlich verhält es sich mit den Companys. Die werden im Enstfall mit der One Roll Company Engine verfeinert, falls sie von Nachhaltigen Interesse sind.

Dank Martin habe ich jetzt auch eine Timeline der letzten 100 Jahre und werde da meine Ideen raubrechen, wenn es zur Sache geht.

Man habe ich zittrige Hände.

 

(Diary folgt nach dem Spiel)

Der Nordcon steht vor der Tür!

Vom Freitag bis zum Sonntag geht es in Hamburg wieder zur Sache und der Nordcon öffnet seine Pforten. Ich werde am Samstag eine Runde PDQ# Sharp und eine Runde Reign auf einem Samurai Setting  anbieten. Aber auch der Rest der angebotenen Runden hört sich teilweise sehr gut an. Der Karsten (mein nicht ganz so fleißiger Blogpartner) wird zusammen mit ein paar anderen Verrückten einen Nerf Gun Fight anbieten, der unter dem Thema Zombie-Apokalypse steht. Dabei hat er sogar eine gute Fee gefunden, welche die Zombies schminkt.

Falls wer von Euch kommt und mit mir spielen möchte, kann er das bitte mal anmelden, ich halte ihm einen Platz frei.

Nachtrag vom faulen Sack: Ich werde auch Spielrunden anbieten, und zwar FATE. Am Samstag gibt es um 11:00 Uhr Dresden Files und am Sonntag um 11:00 Uhr die quasi-offizielle Malmsturm Promorunde. Ich freu mich, euch dort zu sehen. Meine Runden sind unter meinem alter ego Blechpirat ausgehängt.

Warten auf ein Diary…

Am Sonntag nach der H! Spielt hatte ich das außerordentliche Vergnügen, mit ein paar Spielern aus Hannover eine gepflegte Runde zu spielen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, auch wenn zwei Spieler aufgrund meiner Weise zu leiten vielleicht etwas wenig Spotlight bekommen haben. Ich musst zum Ende des Abenteuers aufgrund eines etwas zähen Startes scharf scripten, wodurch Boni zu wenig Spotlight bekommen hat.

Ich hoffe auf ein baldiges Diary, welches mir versprochen wurde und arbeite für mich zur Zeit die verschiedenen Aktionen der Spieler aus, die mich angenehm überrascht haben. Es war für mich ein Selbstläufer und die Gruppe hat zum Teil selber dafür gesorgt, dass die Geschichte mit ihrem Konfliktpotential voll aufgegangen ist.

Was mich bei der Gruppe am meisten fasziniert hat war die extrem intensive Auseinandersetzung der Spieler mit dem moralischen Dilemma: „Was darf ein Kind, das als Hoffnung der Ritter betrachtet wird alles machen und wo zi9ehen wir unsere moralischen Grenzen?“

Es war eine Freude zu sehen, wie der Spieler des Anführers mit seinen inneren Konflikten gekämpft hat und von einem unglaublich aufgeweckten Kind immer wieder den Spiegel seines eigenen Verhaltens vorgehalten bekam. Aber auch der Bruder, der immer wieder vor ihren großen Kulleraugen kapitulierte zeigte,  ganz großes Kino. Einzig eine wirklich bedeutsame Situation in der ein Kind mit besonderen Kräften in der Entwicklung betäubt worden war, nachdem es einem Entführer befohlen hatte, das andere Kind mit zu nehmen ist an der Unruhe und teilweise dem Aktionismus der Gruppe gescheitert, was im Nachhinein aber für mehr Drama und mehr Konflikte gesorgt hat.

Ich freue mich auf eine eventuelle Fortsetzung.

[Reign-ORE] Jörg bescheißt beim Würfeln!

Mag man kaum glauben, aber dieser Aufschrei des Entsetzens ging gestern durch meine Runde.

Hintergrund: Ich teste zur Zeit meine Reign-Artesia Regeln etwas intensiver, weil ich mit einer neuen Kampagne anfangen möchte. Dazu spiele ich an dem Setting in dem ich mit der festen Runde spielen will ein paar One Shots um farbige SLC zu bekommen und zu sehen ob mein C-Web so funktioniert, wie ich es mir vorstelle. Die für längere Kampagnen bitter benötigte Farbe kommt also langsam in meine Welt und ich bin in einem dramatischen Endkampf, als ich 3 Pasche würfele obwohl ich nur 1 Angriffe angesagt habe. Darunter habe ich einen Wurf mit 4 Achtern und einen Wurf mit 3 Sechern.

Zusammen mit meinen Master Dice auf Angriff kann ich also auf 5 Achter kommen, was den Charakter töten würde oder auf 4 Sechser, was seinen Arm voll laufen lässt und den Charakter Kampfunfähig macht.

 

Ich entscheide mich für die 4 Sechser, als der entsetzt e Aufschrei des Spielers kommt, dass ich bescheiße und ich aus der Wäsche gucke wie ein frisch geschorenes Schaaf.

Es kommt schnell zu einer lebendigen Diskussion, ob ich nun beschissen hätte oder nicht und mein Kommentar, das der Gegner den Spielercharakter gefangen nehmen wollte um ein Lösegeld zu erhalten wird zwar kurz mit Aufmerksamkeit bedacht, aber dann für unwichtig erklärt. Es fällt mehrmals das Wort Erzählonkel und Willkür, bevor die Gruppe sich darauf einigt, dass ich mir gerne aussuchen darf, welchen Pasch oder welchen Wurf ich bei Reign  verwenden darf.

Nun könnte ich mich mit dieser Absprache zufrieden geben, weil die Gruppe mir ja großzügiger Weise erlaubt so zu spielen, wie ich es möchte, aber ich eskaliere die Situation mal bewusst und sage, das mir bitte ein Spieler in den Regeln zeigen möchte warum ich es nicht so machen dürfe, wie ich es mache, bevor mir die Gruppe erlaubt die Regel zu ignorieren.

Das konnte mir aber keiner meiner Spieler zeigen, weshalb ich weiter den Wurf auswählen werde, der mir taktisch oder dramaturgisch in den Kram passt. Und das ohne die Erlaubnis der Gruppe und in den Regeln.

Also nix ist mit bescheißen!

Das war ein schönes Wochenende! Reign-Artesia und Wild Talents 2

Am Freitag gefaulenzt und mich wieder einmal durch mein Artesia Regelwerk gelesen, was mich immer wieder begeistert. Anschließend ein Telefonat mit dem MSch, der Geburtstag hatte und mir promt erzählte, dass er für seine geplante Artesia Kampagne nur 2 Spieler hätte, welche die Welt gut genug kennen.

Ja, so ein Lob geht runter wie Öl.

 

Am Samstag habe ich mich dann mit dem Robin auf den Weg nach Hamburg gemacht um zusammen mit dem Lachenden Mann und dem Tim (unserem Gastgeber) Reign Artesia zu spielen. Wir kamen recht gut durch und fanden in Hamburg auch sofort einen Parkplatz, was mich echt verwundert hat. Anschließend gab es ein kurzes Hallo und wir fingen mit dem Erstellen unserer Charaktere nach dem Artesia Life Path an. Der lachende Mann selber hatte dabei echt die Scheiße am Hacken, fall ich das mal so sagen durfte. Der war am Ende wegen seiner Würfe , mit einem fetten Shame 5 Binding und noch zwei anderen Triggern echt am Arsch. Glücklicherweise spielten wir ja in Reign und ich erlaubte es ihm das Binding etwas runter zu kaufen, um den Charakter nicht ständig in totaler Scham rumlaufen zu lassen. Aber auch die anderen Charaktere waren echt prima. Der Adlige der von seiner Schwester geliebt wird, aber sie selber hasst, weil sie den Bruder den er nicht mochte auf der Jagd versehentlich erschossen hat und ein Bücherwurm, der nach einem missglückten alchimistischen Experiment beschloss doch lieber ein Ritter zu werden.

Mein Plot war eher simpel, ich hatte mir die interessantesten Konflikte genommen und eine schöne Intrige um diese Verwicklungen gebaut. Dabei halfen mir die Spieler mit ihren Anmerkungen, wie man die Verwicklungen komplizieren könnte sehr und das Ganze war quasi ein Selbstläufer.

Die Grundidee war eine Intrige, die gesponnen wurde um die Charaktere der Spieler reinzulegen. Sie wurden mit falschen Informationen gefüttert um einen vermeintlichen Attentat zuvor zu kommen und dabei der eigentlichen Intrige in die Hände zu spielen. Die Spieler stürzten sich auch mit Begeisterung in den Plot und vergaßen völlig, sich abzusichern. Glücklicherweise würfelte einer der Spieler einen exzellenten Skillcheck  für seinen Charakter und erkannte die Paralelen zu einem bekannten Theaterstück, was die Gruppe noch so gerade eben aus der Gefahr zog. Der Kampf bei Hofe wurde dann zu einem kleinen Problem. Ich hatte einen sehr starken und farbigen NSC aufgebaut, der im richtigen Moment farbig den Löffel abgeben sollte um die Dramatik zu forcieren, doch der ehemalige Bücherwurm heilte den NSC mit einem gute Wurf von der Dolchwunde im Kopf, weshalb ich auf die Notlösung mit dem Gift auf der Klinge zurückgreifen musste, was beinahe noch mal knapp geworden wäre, weil der Vigor Wurf des zu tötenden NSC beinahe geklappt hätte.

Doch er gelang halt nicht gut genug, weshalb ich mein Ziel abgesichert hatte und die Helden auf sich gestellt waren. Sie stellten sich den Herausforderungen und bekamen so auch die Mook und Company Regeln für Reign gut mit. Ich hätte das ganze im zwiten Teil des Abenteuer gerne noch ein wenig genauer ausgespielt, mehr auf die Stimmungsdrüse gedrückt. Doch der Gastgeber war nicht mehr wirklich fit und quälte sich trotz Migräne nur durchs Spiel, um uns den Spaß am Spiel nicht zu verderben.

Also brachen wir an einem passenden Zeitpunkt ab und machten uns nach einer kurzen Nachbesprechung auf den Weg nach Hause.

Fazit des Abends: Der Lachende Mann ist ein strenger SL, er hat als Spieler zweimal sehr nachdrücklich gedrängelt, wieder zum Plot zu kommen, als wir uns mit Rollenspieler Geschwätz aufhielten. Zusätzlich: Der Apfelkuchen war der Hammer, ich habe noch nie einen so leckeren Apfelkuchen gegessen wie der, den es dort zum Spielen gab.

Zusätzlich war es echt toll, mit zwei neuen Leuten zu spielen sie völlig ohne Macken eine gute Show abgeliefert haben.

 

Am Sonntag ging es dann beim Timo weiter mit Steam Cyberpunk und wir machten uns auf den Weg um eine gegnerische Gang aus einem Park zu vertreiben. Vorher kauften wir uns in der Nähe des Parks noch reichlich Apartments und Flächen, die nach unserem Kalkül nach der Reinigung im  Wert steigen sollten. Die Vorbereitung war eher langfristig und wir verließen uns auf unseren Chemiker, der beim Herstellen des Tränengases patzte. Aber da unsere Charaktere das nicht wussten, verließen wir uns auf die Wirkung und brachten den Plan zum Laufen. Wir hatten 7 Würfel für die Company Rolls und unsere Gegner 5, doch dem SL schien beim Würfeln echt die Sonne aus dem Arsch. Ratz Fatz waren wir mächtig unter Druck und unsere Charaktere mussten sich in den Kampf einmischen. Dabei war es wieder einmal deutlich ersichtlich, dass uns ein vierter Spieler fehlt um gewisse Skill-Bereiche abzudecken. Der SLC Doktor von Timo ist einfach mehr der goldene Supporter und Drogenmischer als ein Ersatz im Ernstfall.

Als Ergebnis des Kampfes ank unser Might um einen Punkt und wir mussten den frisch gesäuberten Park der Allgemeinheit überlassen. Allerdings nutzte unser Club das Wideraufforsten des Parks, um bessere Kontakte zu Offiziellen und der Polizei zu Knüpfen und damit unsere Influenz zu erhöhen.

Für die nächste Runde haben wir damit erst einmal kein konkretes Ziel, aber unsere Company Werte sind gut genug um notfalls auch mal etwas nur über die Company Rolls zu richten. Das beruhigt und bietet auch gute Ansätze für neue Abenteuer oder Aktionen zu setzen. Trotzdem brauchen wir ein oder zwei neue Mitspieler um es richtig krachen zu lassen.

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Die Umsetzungen von Might und Followers für Reign Artesia

Ich gehe ja zur Zeit mal wieder meine Konvertierung von Reign auf Artesia an und bin echt glücklich über die Vorarbeit, die Chaos Aptom aus dem Tanelorn da schon geliefert hatte.

 

Den Kram musste ich nur geringfügig anpassen und schon habe ich eine tolle Umsetzung der Regeln für Magie, Alchemie und Gaben.

 

Etwas schwieriger wird es allerdings, die Regeln für die Companies umzusetzen und herauszufinden, wie viele Leute in einer Armee jetzt für was für eine Might stehen.

 

Nach dem gründlichen Durchlesen der Länderbeschreibungen komme ich immer noch nicht viel weiter, weil der gute Autor nur für Palatia wirkliche Angaben zu den Truppenstärken gemacht hat. Beim Imperium listet er zwar 10 benannte Armeen auf, verzichtet aber darauf zu sagen, wie viele Truppen denn da so drinne stehen.

 

Also habe ich es einfach ein bisschen rumgespielt und mit den paar Zahlen experimentiert, die ich zur Verfügung hatte. Palatia hat 48 Aktive Einheiten zu je 3000 Mann und 18 Einheiten als Reserve. Also 144.000 Mann stehendes Heer und 54.000 Mann Reserve.

 

198.000 Mann in Armeen für das mächtige Palatia.

 

Das Imperium hat 10 Armeen, die mit jeweils 16 Regimentern versehen sind. Nehmen wir wieder 3000 Mann pro Regiment, sind wir bei 480.000 Mann unter Waffen!!

 

Das bedeutet für mich:

 

480.000 Mann = Might 6

240.000 Mann = Might 5

120.000 Mann = Might 4

60.000 Mann = Might 3

30.000 Mann = Might 2

15.000 Mann = Might 1

 

Da Greg im Reign Regelwerk schreibt, daqs Followers 5 mit Might 1 gleichzusetzen ist breche ich die Zahlen jetzt mal ein wenig runter um sich bei Schlachten im kleinen Format nicht mit Might 1 gegen Might 1 ärgern zu müssen.

 

15.000 Mann = Followers 5

7.500 Mann = Followers 4

3.750 Mann = Followers 3

1.875 Mann = Folowers 2

938 Mann = Followers 1

 

Bah, das sind irgendwie blöde Zahlen.

 

Da mir die Zahlen irgendwie noch immer zu groß sind, um mal eine Räuberbande darzustellen breche ich die Followers noch mal auf Henchman runter.

 

1.000 = Followers 5

500 = Followers 4

250 = Followers 3

125 = Followers  2

67 = Followers 1

 

Aber da ich jetzt erst mal Zahlen habe kann ich mich ja grob an ihnen orientieren.

Da sich natürlich kein SL mit so krummen Zahlen ärgern möchte mache ich das mal so:

 

 

1.000 = Henchman 5

500 = Henchman 4

250 = Henchman 3

100 = Henchman 2

50 = Henchman 1

 

Diese Liste steigt zwar nicht syncron an, man kann sich die Zahlen aber IMHO gut merken.

 

 

15.000 Mann = Followers 5

8.000 Mann = Followers 4

4.000 Mann = Followers 3

2.000 Mann = Folowers 2

1.000 Mann = Followers 1

 

 

Dann folgt der Sprung zu Might:

 

 

 

 

Ich finde, so kann man auf einem kleinen Level mit Henchman anfangen, sich über die Followers hocharbeiten und schließlich bei Might landen, wenn es um große Armeen geht.

Das sollte den klassischen Aufstieg eines kleinen Lords oder Anführers an die Macht ermöglichen.

 

In den nächsten Wochen werde ich mal eine Übersicht über die verschiedenen (mächtigen) Fraktionen auf der Known World haben und mir dann Gedanken machen können, wie ich den Rest meiner Gedanken umsetze, weil ich gedenke neben den Kämpfen eine Art kleines Wirschaftsspiel zu etablieren. Schließlich müssen die Soldaten auf dem Schlachtfeld ja irgendwo geboren werden. Und gute Geburtenraten sorgen genau wie ein gerechter Herrscher für mehr Volk zum Steuern zahlen und Armeen aufstellen.

 

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