Das „Barbie”-Spiel

Ich habe den Dis­kus­si­ons­be­darf unter­schätzt. Bitte dis­ku­tiert im Forum wei­ter.
– Kars­ten

Der fol­gende Arti­kel ist eine leicht über­ar­bei­tete und umge­stellte Mischung aus zwei Bei­trä­gen im Tane­lorn, die der User Kriegs­klinge dort ein­ge­stellt hat. Ich denke, dass Kriegs­klinge da eine wich­tige Beob­ach­tung gemacht hat, die mir nie so klar war. Aber sie trifft voll­stän­dig zu – auch ich habe schon das Bar­bie­spiel betrie­ben.

Gut gefal­len hat mir auch der Name „Bar­bie­spiel”, da es so schön grif­fig ist. Wer einen weni­ger pole­mi­schen Namen sucht, der kann das im oben ver­link­ten Thema vor­ge­schla­gene Mon Plai­sir (MP) wäh­len.

TL;DR: Wer gerne zwi­schen den Spiel­run­den an sei­nem Cha­rak­ter „her­um­spielt”, ohne dabei vor­wie­gend die mecha­ni­schen Werte zu opti­mie­ren, ist ein Bar­bie-Spie­ler. Das ist eine eigene Quelle des Spiel­spa­ßes, die eigen­stän­dig neben Spa­ßquel­len wie dem Kampf oder dem „Bes­ser­wer­den” steht.

- Kars­ten

Den typi­schen DSA-Fan stelle ich mir als jeman­den vor, der halt irgend­wann mal zur Runde mit­ge­sch­nackt wurde, sich in die Details der Spiel­welt ver­guckt hat und dann wie alle ande­ren in der Runde still­schwei­gend die Regel­teile weg­lässt, die ein­fach zu sehr ner­ven. Alles, was manch­mal umständ­lich ist, wird recht klag­los in Kauf genom­men – man weiß es schlicht­weg nicht anders. Die Regel­seite ist aber auch für den Spiel­spaß nicht ent­schei­dend, ver­mute ich mal. Der Reiz des Durch­schnitts-DSAs liegt im Zusam­men­sein mit Gleich­ge­sinn­ten, dem Bewusst­sein, dass man die schöne Welt betritt, die man aus den Büchern kennt, dem far­ben­fro­hen Aus­kas­pern der eigene Rolle vor dem Hin­ter­grund des­sen, was der SL erzählt, und viel Beschäf­ti­gung mit dem Fan­ta­sie­ren über die Welt und den eigene Cha­rak­ter abseits des Spiel­tischs. In wech­seln­den Misch­ver­hält­nis­sen kommt wohl noch die Freude am Bes­ser­wer­den (höhere Werte, Aus­rüs­tung), Wür­fel­pro­ben (schaff ichs, schaff ichs nicht) und Spiel­ver­laufs­be­stim­mung durch Plä­ne­schmie­den dazu (die Spie­ler dis­ku­tie­ren unter­ein­an­der das wei­tere Vor­ge­hen und der SL stimmt den wei­te­ren Ver­lauf der Hand­lung ins­ge­heim dar­auf ab). Die Berüh­rung mit den „har­ten” Regeln stellt Inseln im Spiel­ge­sche­hen dar.

Trotz­dem denke ich, dass diese Spie­ler nicht auf die Kom­ple­xi­tät der Regel­op­tio­nen ver­zich­ten möch­ten. Warum? Weil sie die vie­len Talente, Fer­tig­kei­ten, Werte wohl in ers­ter Linie benut­zen, um den Cha­rak­ter mög­lichst ein­ge­hend zu beschrei­ben und in ihrer Fan­ta­sie in der Welt zu ver­an­kern. Je detail­lier­ter die Anga­ben zu Talen­ten, Sfs, Zau­ber­sprü­chen usw., desto plas­ti­scher das Bild des Chars, desto län­ger kann man sich vor und nach dem Spie­le­abend mit die­ser Figur befas­sen. Die Ver­kör­pe­rung am Spiel­tisch ist gewis­ser­ma­ßen das, was für den Modell­ei­sen­bah­ner das Set­zen der lie­be­voll bemal­ten Lock auf die Schie­nen ist – am bes­ten noch, wenn andere zugu­cken und sich auch dran freuen.

Die Regeln sind in die­sem Sinne zweit­ran­gig, oder mehr: Sie sind über­huapt keine Regeln im Sinn von Steue­rungs­ele­men­ten eines Spiel­ge­sche­hens, sie sind Anreize zur Cha­rak­ter­träu­me­rei, die am Spiel­tisch im Wech­sel­spiel mit dem SL den ande­ren prä­sen­tiert wird – so unge­fähr. Inwie weit die Regeln dann auch mal als echte Spiel­re­geln fun­gie­ren, das ist sicher von Gruppe zu Gruppe unter­schied­lich.

Ich möchte ganz aus­drück­lich sagen, dass ich diese Art des Spiels gar nicht für falsch oder ver­werf­lich oder min­der­wer­tig halte. Im Gegen­teil, ich finde es ziem­lich fas­zi­nie­rend und viel zu wenig beach­tet. Vor allem finde ich inter­es­sant, dass ein gro­ßer Teil des Spiel­ge­sche­hens für jeden Spie­ler allein abseits der Gruppe statt­fin­det. Wenn es nicht von vie­len womög­lich als abwer­tend gele­sen wer­den würde, fände ich den Ver­gleich mit Bar­bie-Spie­len ganz pas­send. Man holt sich alle mög­li­chen Acces­soires und macht zu Hause mit der Puppe rum, und wenn man mit den ande­ren spielt, kom­men alle diese Sto­ries zusam­men, aber gemein­same Spie­len ist kei­nes­wegs alles, was an Bar­bie Spaß macht.

Ich glaube bloß, dass es ein ganz gro­ßes Miss­ver­ständ­nis ist, wenn regel­sei­tig hier nach Mög­lich­kei­ten der Plot­len­kung durch die Spie­ler oder bes­sere Tak­ti­kel­e­mente geforscht wird. Diese Dinge sind mei­nes Erach­tens nicht der Kern des heu­ti­gen DSA – da ist man, wie hier schon gesagt wurde, mit DSA1 oder einer Umset­zung mit einem Uni­sys­tem bes­ser bedient.

Inter­es­sant fände ich mal, ob es einen sinn­vol­len Weg gebe, das „Bar­bie­spiel” sinn­voll und offen anzu­se­hen, als aner­kann­ten Spiel­stil. Oder macht Ulis­ses da ein­fach schon alles rich­tig?

Zum Thema, wie bewusst das „Bar­bie-Spiel” gewählt ist: Das wird wohl von Gruppe zu Gruppe unter­schied­lich sein. Ich ver­mute, dass die Leser die­ses Bei­tra­ges da eher eine Aus­nahme sind, weil sie eben stär­ker reflek­tie­ren, was sie so machen, aber viel­leicht traue ich dem inter­net­fer­nen Rollo jetzt doch zu wenig zu. Ich ver­mute eben­falls, dass die Dar­stel­lung oben einen Extrem­fall dar­stellt und dass sich wohl im tat­säch­li­chen Spiel noch andere Ebe­nen hin­ein­men­gen. Ent­we­der je nach Situa­tion – man schal­tet nach Bedarf in den „Kampf­mo­dus” oder den „Ent­schei­dungs­mo­dus” – oder abhän­gig von den Spie­ler – es sind doch Leute in der Runde, die heiß auf einen tak­ti­schen Kampf sind z.B. Zu den vie­len fas­zi­nie­ren­den Din­gen am „Bar­bie-Spiel” gehört ja auch, dass es frei mit ande­ren Ebe­nen des Rol­len­spiels kom­bi­nier­bar ist – ein biss­chen machen wir das glaube ich alle – und dass sogar Spie­ler, die es haupt­säch­lich bevor­zu­gen, eigent­lich mit fast jeder ande­ren Art des Rol­len­spiels gut­mü­tig mit­ge­hen, so lange man sie nicht über Gebühr unter Druck setzt, d.h., ihnen aggres­siv Ent­schei­dun­gen abver­langt, die über den Rah­men des Cha­rak­ters hin­aus­ge­hen (Plot­ver­lauf, Scene Framing, tak­ti­sche Ent­schei­dun­gen mit gro­ßem Risiko für das Leben des Chars und andere Figu­ren).

Ich glaube wirk­lich, dass diese Ebene des Rol­len­spiels fast immer unsicht­bar gemacht wird, eben weil sie sich so unauf­fäl­lig in andere Spiel­wei­sen ein­fügt. Das meiste, was über Rol­len­spiel so Nach­denk­li­ches gesagt und geschrie­ben wird, kon­zen­triert sich uf das Gesche­hen am direkt am Tisch mit den ande­ren Spie­lern und betrach­tet Rege­l­ele­mente als Steue­rungs­me­cha­nis­men, mit denen die Spie­ler auf das Gesche­hen Ein­fluss neh­men. Bei­des geht aber am „Bar­bie-Spie­ler” eigent­lich vor­bei.

Auf der Forge gab es mal das Schlag­wort von der „explo­ra­tion of cha­rac­ter” als Quelle des Ver­gnü­gens (womit aber auch nur das Erfor­schen des Chars im Spiel­ver­lauf gemeint war iirc, außer­dem ging es da um Cha­rac­tere, die sich auch durch das Spie­ler­han­deln ver­än­dern); Robin Laws sub­su­miert die „Bar­bies” ver­mut­lich als Casual Gamer oder Social Gamer, was ihnen aber eben­falls nicht gerecht wird. Die sind ja nicht pas­siv oder des­in­ter­es­siert oder spie­len nur, um Dabei­zu­sit­zen; die Zeit und Mühe, die mir bekannte „Bar­bies” in Cha­rakt­er­hin­ter­gründe, bewuss­tes Stei­gern (was habe ich erlebt? was wäre pas­send?) und Gesprä­che vor und nach dem Spiel gesteckt haben, kann sich aber locker mit dem Ein­falls­reich­tum jeder Nar­ra­ti­vis­ten­schwei­nerunde mes­sen. Die Lei­den­schaft rich­tet sich nur auf etwas ganz Ande­res. Das Ver­hält­nis von gemein­sa­mem Spiel und Beschäf­ti­gung abseits des Spiel­ti­sches kann sich da nahezu umkeh­ren – die Spiel­runde füt­tern die eigene Beschäf­ti­gung mit dem Char davor und danach.

Um noch mal zu DSA zu kom­men, ich halte das (sicher­lich nicht so ganz bewusste?) Bedie­nen die­ses Spie­ler­typs für gera­dezu genial und einen der stärks­ten Gründe für den anhal­ten­den Erfolg von DSA. Genial des­halb, weil es

(a) eine Menge Leute ins Rol­len­spiel holt, die von ande­ren Ebe­nen eher über­for­dert wären (nicht weil sie irgend­wie min­der­be­mit­telt sind, son­dern weil sie ihre Figur lie­ber in Ruhe alleine ent­wi­ckeln und den Stand der Dinge eher mit ande­ren tei­len, wenn sie mit dem Erreich­ten zufrie­den sind)
(b) kaum ein ande­res Spiel gibt, das Bar­bie so gut bringt, es ist also ein Allein­stel­lungs­merk­mal
© die Leute von einem Kern­pro­blem des Rol­len­spiels als Hobby ein wenig befreit, dass man näm­lich eine Gruppe mit Zeit braucht, damit es statt­fin­den kann und
(d) – und das finde ich am Wit­zigs­ten – keine andere Ebene des Rol­len­spiels prin­zi­pi­ell aus­ge­schlos­sen wird. Man kann also Regeln bauen, die durch­aus auch eine Betei­li­gung am Spiel­ver­lauf ermög­li­chen, klar, pas­siert ja in DSA-Run­den auch. Ein­ge­bet­tet ist aber die Mög­lich­keit zum „bar­BAR­BIE­sie­ren”, und wer dar­auf steht, stürzt sich sofort drauf.

Ver­mut­lich gibt es die stärks­ten „Barbie”-Tendenzen in Set­tings, die sehr detail­liert, sehr reich­hal­tig und gerne auch durch andere Medien vor­ge­prägt sind, aber noch wich­ti­ger scheint mir zu sein, dass die Set­tings starke Folien bie­ten, auf die man Wün­sche, Träume, Sachen, die man cool fin­det, pro­ji­zie­ren kann. Klingt jetzt arg psy­cho­lo­gi­sie­rend; so à la „Welt­flucht” einer­seits und „brain damage” ande­rer­seits. Ich meine aber nicht, dass die „Bar­bies” alle gestörte Kel­ler­kin­der sind, die im Spiel aus­le­ben, was sie sich sonst nicht trauen, son­dern eher posi­tiv, dass man im Rah­men eines Spiels mit sol­chen Wunsch­rol­len­bruch­stü­cken spie­len kann, und zwar anders als im „Story Now!” nicht im Spiel­ver­lauf, son­dern erst­mal für sich – und dann mit ande­ren.

Bei DSA finde ich es schwie­rig zu grei­fen, was das sein soll, wäh­rend es mir bei einem ande­ren gro­ßen „Barbie”-Spiel, näm­lich Vam­pire, ziem­lich klar ist, wo es expli­zit um Sex, Ver­füh­rung, Macht, Tra­gik eben: große Oper geht. Da leuch­tet mir ein, worin die Ein­la­dung zum „barBABIE”-Spiel besteht.

Im Zusam­men­hang mit DSA ist immer wie­der von „Mär­chen­haf­tig­keit”, „Hot­zen­plot­zig­keit” die Rede, es scheint also irgend­wie eher um was Kind­li­ches (nicht: Kin­di­sches) zu gehen. Mir ist, als hätte der Prus­sian Gamer Set­tem­brini da mal über deut­sche Roman­tik etc. sin­niert, da kann ich mich nur schwer drauf ein­las­sen, weil ich die Argu­men­ta­tion mit dem Natio­nal­cha­rak­ter immer etwas pro­ble­ma­tisch finde. Die­sen Teil des Bar­bie-Spiels finde ich eh schwie­rig zu bespre­chen; ich finde es ziem­lich klar, dass da ver­schie­dene psy­cho­lo­gi­sche Sachen mit rein­spie­len, aber ich möchte eben nicht, dass es gleich nach Krank­heit und Kom­pen­sa­tion klingt … bezie­hunsgs­weise mas­tur­ba­to­risch (jeder für sich, traut sich nicht zusam­men mit den ande­ren, bla­bla). Ers­tens geht es wohl bei jedem Rol­len­spiel irgend­wie auch bis zu wel­chem Grad auch immer um das eigene Innen­le­ben, ist also nichts beson­de­res beim „Bar­bie­spiel” und zwei­tens ist Mas­tur­ba­tion so an und für sich ja auch was ganz Schö­nes.

Außer­dem wird es schwie­rig zu bele­gen sein, was da genau dahin­ter steckt. Und viel­leicht ist es auch gar nicht so wich­tig – nur inter­es­sie­ren tät´s mich.

Okay, es ist schon ziem­lich wahr­schein­lich, dass das nie jemand bei DSA so geplant hat . Pas­siert ist es aber, denke ich, den­noch – aber hey, in der Evo­lu­tion pas­siert auch alles Mög­li­che durch wil­des Rum­pro­bie­ren ohne Plan und manch­mal ist das Ergeb­nis ganz supi.

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15 Responses to Das „Barbie”-Spiel

  1. Erwischt…

    Ich fand die Dis­kus­sion im Tane­lorn-Forum schon inter­es­sant, und dein Bei­trag bringt das Ganze gut auf den Punkt. Zwar sagt mir der Name die­ses Zusatz-Spiel­stils (ebenso wie „MP”) nicht zu, aber in der Sache ist das alles wohl sehr tref­fend.

    Ich denke auch, dass auch kein ande­res Sys­tem regel­tech­nisch (z.B. durch mas­sig Non­sens-Fer­tig­kei­ten) dafür so gut geeig­net ist wie DSA.
    Und das ist auch ein Grund dafür, wieso ich bei DSA immer gern mit 2000 bis 5000 Aben­teu­er­punk­ten anfan­gen würde, damit der Cha­rak­ter eben so aus­sieht, wie ich ihn mir vor­stelle (nicht mit maxi­mier­tem Schwer­ter-Wert, son­dern mit drei Dut­zend Fluff-Talen­ten auf 2 bis 7). Die Start-Kon­fi­gu­ra­tio­nen sind unter „Barbie”-Gesichtspunkten ein­fach zu dünn, zumin­dest, wenn man die Regeln beach­tet (und damit bei 2er-Tal­ent­wer­ten kaum Chan­cen hat, eine Probe regel­mä­ßig zu schaf­fen).

    Fei­ner Bei­trag.

  2. Roger says:

    Inter­es­sante Sache, ich hatte beab­sich­tigt auch einen Arti­kel über Wachs­tum und Ent­wick­lung jen­seits der Punkte zu schrei­ben. Gerade in unse­rem Spie­ler­um­feld wird zwar auf die Regeln geach­tet, aber sehr sel­ten drauf beharrt. Situa­tive Anpas­sun­gen der SL sind Usus. Und ich spre­che hier nicht von 5 Spie­lern, son­dern ca 30 – 40. Das kommt aber ver­mut­lich daher, dass viele die­ses Krei­ses im Laufe der World of Darkness, also zum Anfang der 90er dazu­ge­stos­sen sind und daher einen stark dar­stel­le­ri­schen Touch mit­be­kom­men haben. Klar ach­tet jeder drauf, dass er nach und nach mäch­ti­ger wird (auch in Sachen der Regel­me­cha­nis­men), aber es ist nicht vor­der­grün­dig. Ich habe irri­tiert fest­ge­stellt, dass die aktu­elle Rol­len­spiel­szene wie­der mehr zu Punk­ten und Tabel­len hin ist, wäh­rend das in den End­neu­zi­gern gera­dezu ver­pöhnt war. Ande­rer­seits kommt sowas wie FATE mit stark nar­ra­ti­vem Ansatz. Ich meine fest­ge­stellt zu haben, dass es eine Wel­len­be­we­gung zwi­schen Bar­bie­spiel und Math­crun­ching gibt.

    • Karsten says:

      Hallo Roger,

      so ganz ver­stehe ich deine Anmer­kung nicht. FATE ist Tabel­len- und Mathefrei. Bei DSA muss man rech­nen kön­nen und es gibt Tabel­len. Eine Welle zwi­schen Bar­bie­spiel und Math­crun­ching – wie kann es die da geben?

  3. Jan says:

    Das ist ja eine wit­zige Erklä­rung, die vie­les streift, was mir bis­her immer komisch vor­kam. Klingt auf jeden Fall plau­si­bel und trifft halt auch den Punkt warum es in Dtl. so viele Run­den gibt, die sich für recht nar­ra­tiv hal­ten und es oft auch sind, aber gleich­zei­tig Sys­te­men mit ver­flucht vie­len Regeln und gro­ßen Mög­lich­kei­ten zum PG spie­len, das aber wie­derum igno­rie­ren.

    Trotz­dem ist es irgend­wie kom­sich hier einen Spiel­stil zu sehen, der das aus­ge­spro­chen soziale Hobby Rol­len­spiel (zu einem wich­ti­gen bis sehr gro­ßen Teil) zum eigen­bröd­le­ri­schen „Stil­les Käm­mer­lein-Spiel” wer­den lässt.

    • Karsten says:

      Das war einer der Punkte, warum ich diese Idee von Kriegs­klinge unbe­dingt im Blog haben wollte. Ulkig, oder? Und den­noch auf den Punkt zutref­fend!

  4. Roger says:

    Naja, wenn mir die Welt eines nar­ra­tiv aus­ge­rich­te­ten Rol­len­spiels nicht gefällt, spiele ich eine, die mehr Regeln hat. Mit einem gene­ri­schen Sys­tem wie GURPS oder FATE mir dann die eigene Regel/Spielwelt zuzu­schnei­dern, habe ich weder Lust noch Zeit. Dann bin ich auch gerne eine Bar­bie. Übri­gens sehe ich dei­nen letz­ten Pas­sus ganz anders. 

    Wenn jemand Inter­esse an einer Spiel­welt hat und dann fest­stellt, dass es erst viele Regeln gibt, dann schreckt das ab. Meist kom­men doch Neu­linge zu uns, nicht weil wir sagen „Das ist eine andere Form des Gesell­schafts­spiels”, son­dern erst wenn sie gene­rel­les Basis­in­ter­esse oder Neu­gier haben und man etwas über ein Spiel­uni­ver­sum erzählt. So ist zumin­dest meine eigene Erfah­rung, der sicher auch schon 8 – 10 Leute zum Rol­len­spiel gebracht hat. Wenn ich dann die Regeln abschwä­che oder ein­fach sel­te­ner nutze (was nicht heisst, dass sie ganz weg sind), dann ist der Ein­stieg leich­ter. Ich brauch dazu kein Dun­ge­ons­lay­ers, Savage Worlds oder Aborea oder wie das ganze neue Zeug (für mich sub­jek­tiv neu) heisst – ich kann das auch mit Ear­th­dawn, Legend of the Five Rings, der WoD und so wei­ter.

    Neu­lin­gen mache ich es so leicht und wenn die Spiel­welt mehr Regeln hat, dann kom­men sie nach und nach dazu (sofern die Gruppe das möchte).

    Da bin ich doch lie­ber eine Bar­bie 😉

  5. Jan says:

    Das hat aber doch nichts mit Bar­bie zu tun. Das hat etwas mit Ein­stei­ger­freund­lich­keit zu tun. Wenn Sys­teme das nicht von sich aus sind, dann spricht nichts dage­gen sie zeit­weise dazu zu machen. Aber um Ein­stei­ger zu gewin­nen muss man doch nicht im stil­len Käm­mer­lein an sei­nem Cha­rak­ter bas­teln?

  6. Roger says:

    Habe ich das gesagt? Dann hast Du mich miss­ver­stan­den.

    • Karsten says:

      Ich hatte dich auch so ver­stan­den…

      Es scheint mir kei­nen Zusam­men­hang zwi­schen Ein­stei­ger­freud­lich­keit und Bar­bie­spiel zu geben, aus­ser dass viel­leicht regel­las­tige Spiele das Bar­bie­spiel för­dern.

  7. Karsten says:

    Ich dachte ja, das Thema sei im :T: durch­dis­ku­tiert wor­den. Aber es gibt noch span­nen­des und neues dazu zu sagen, des­halb bitte hier wei­ter­ma­chen: http://forum.rsp-blogs.de/index.php/topic,1009.0.html

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